Ana Maria Sales Prade / Jo Anna-Flavia Schmidt

Zu Beginn des Semesters wurde in der Klasse die Frage gestellt, wer von uns Visuelle Kommunikation studieren würde, um damit später viel Geld zu verdienen. Niemand mel­dete sich. Sind diese bescheidenen Erwartungen repräsentativ für die Generation Y oder wird in anderen Studienfächern wie BWL oder Jura mehr Wert auf spätere Verdienstchancen gelegt? Wir be­fragten 86 Personen zwischen 17 und 33 Jahren, hauptsächlich Studierende in Berlin, um herauszufinden, wie wichtig ihnen Geld tatsächlich ist.

Wie beeinflusst Geld unsere Berufswahl und damit unseren ganzen Lebensweg? Und wie stark, wenn überhaupt, beeinflussen niedrige Geldbeträge unser Handeln? Um dies herauszufinden, haben wir verschiedene Experimente konzipiert und mit insgesamt 50 Probanden durchgeführt.


Bei einem der Experimente mussten die Teilnehmer eine von drei Aufgaben wählen:

1. ein Porträt von uns beiden zeichnen
2. ein Rätsel lösen
3. untätig abwarten

Jeder Aufgabe musste für eine Zeit von 7 Minuten nachgegangen werden. Die Probanden bekamen für die Teilnahme 1 €, das entspricht dem Mindestlohn von 8,50 €/Stunde. Für die Durchführung des Experiments suchten wir das Areal der Revaler Str. 99, IKEA Südkreuz und die TU Mensa am Ernst-Reuther-Platz auf.