Universität der Künste Berlin

Klasse Prof. Skopec, Visuelle Systeme

Julie Frieß, Julius Klaus, Theresia Kimmel

20|16|12|08


In Zeiten der Wohnraumverknappung und fortschreitenden Urbanisierung, gewinnt das Thema des ökonomischen Wohnens auf kleinem Raum zunehmend an Bedeutung. Wie viel Platz braucht ein Mensch? Verhalten sich Menschen anders, wenn sie auf engem Raum zusammenleben? Welche Möbel und Gegenstände sind unabdingbar?

Aus diesen und weiteren Fragen heraus entwickelten wir eine Versuchsanordnung: Zwölf Tage wohnten wir zu dritt in einem Raum, der mit einer kleinen, von uns zuvor definierten Anzahl von Gegenständen ausgestattet war. Alle drei Tage verkleinerten wir unseren Wohnraum um jeweils vier Quadratmeter, woraus sich schließlich vier verschiedene Raumgrößen von 20, 16, 12 und 8 Quadratmetern ergaben.

Wir entwickelten ein präzises Protokoll, das stündlich viele Einzelheiten des Wohnexperiments erfasste: Aktivitäten, benutzte Gegenstände, Stimmung, ­Aufenthaltsort und -dauer. Außerdem dokumentierten wir die Situation fotografisch.

Die gesammelten Daten wurden in Form von zwölf Plakaten, jeweils eines für jeden Tag, festgehalten. Ausgewählte Informationen aus den Protokollen überlagern sich in acht Ebenen.