Sonja Erb / Irina Koscheleva

Ständig geht es um Geld. Bei Geld endet die Freundschaft, Zeit ist Geld und Geld regiert die Welt. Natürlich spielt Geld daher auch eine große Rolle in Film, Musik und Kunst. In der Popkultur wird Geld besonders häufig gewürdigt und beeinflusst unsere Wahrnehmung.

Von den 1950er Jahren bis heute tauchen einige Motive immer wieder auf, wie zum Beispiel die typische Liebesgeschichte, in der arm und reich aufeinandertreffen, die Gangstergeschichten, in denen für Geld getötet wird oder die zahlreichen Bankraubgeschichten, in denen man mit den Ganoven sympathisiert, ohne Mitleid mit den Bestohlenen zu haben. Mit der Popart beginnt die ikonischen Darstellung von Geld in der Kunst. Ende der 80er Jahren entwickelt sich ein neues Sub­genre im Hip-Hop, das „Bling-Bling“,  bei dem um die fetischartige Zurschaustellung von Geld und Luxus geht – ein Phänomen, das bis heute andauert. All diese ­Motive lassen Rückschlüsse auf unsere Wünsche, Werte und Denkweisen zu oder formen diese sogar.


Dieses Buch ist eine persönliche Sammlung von filmischen Darstellungen, Songtexten, Zitaten und künstlerischen Positionen zum Thema Geld. Es versucht ein möglichst umfassendes und vollständiges Bild von den Anfängen der Popkultur bis heute zu schaffen. Durch die synchronoptische Darstellung der einzelnen Kategorien mit historischen Ereignissen sollen mögliche Zusammenhänge erkennbar werden.

Bei der Recherche haben wir Filme, Musik und Kunst ausgewählt, die zu ihrer Entstehungszeit sehr populär waren oder heute Kultstatus besitzen. Aus den Songtexten sind zum Teil nur prägnante Auszüge ausgewählt worden. Die Schriften sind in den jeweiligen Jahrzehnten entstanden. Die Größe und damit die Wichtigkeit der einzelnen Beiträge sind persönlich gewichtet.