Risiko – Wechselbäder für den Verstand

Risiken sind fester Bestandteil unseres Lebens. Manche Risiken, z.B. Alltagsrisiken sind uns vertraut, andere überfordern unsere Vorstellungskraft und erschweren es uns, diese einzuschätzen. Um sich gegen Risiken zu schützen kennen wir das Prinzip der Risikobewertung. Ganz individuell befassen wir uns mit Risiken und versuchen diese auf Grund von Erfahrungswerten und verfügbarer Informationen einzuschätzen. Am Schluss steht die Entscheidung, ob wir ein Risiko wagen wollen – oder nicht.

Risiken beinhalten immer eine emotionale und eine rationale Komponente; der Fallschirmsprung aus 4000 Meter Höhe ist sicherlich ein hochemotionales Ereignis. Er wäre jedoch unmöglich, wenn die Faktenlage nicht von einem hohen Maß an technischer Sicherheit ausgehen würde. So kommt es, dass unser Leben von einer Vielzahl solcher emotional-rationaler Wechselbäder durchwoben ist; manche sind spektakulärer, viele bleiben augenscheinlich völlig harmlos.

Ein zentrales Mittel zum Verständis von Risiken ist die visuelle Kommunikation. Welche Darstellungsformen vom Risiko gibt es? Gesundheit, Unfälle, Naturereignisse, Kriminalität und, und, und. Jedes Risiko löst unmittelbar eine ganz Folge von Bildern in unserem Kopf aus. Aber eignen sich diese auch zur visuellen Kommunikation? Gibt es eine Angemessenheit in diesem Genre? Erfahren wir etwa so etwas wie Abnutzungserscheinungen? Und: Was sind mögliche, neue Strategien in der visuellen Kommunikation von Risiken?