Infoklasse

Informationsdesign an der UdK Berlin

20. Juli 2020

Zeichensystem für die Hochdruckwerkstatt des Medienhauses

In 28 Bildzeichen ist die Ausstattung des Typolabors der UdK dargestellt, um in die Prozesse und Handgriffe beim Buchdruck einzuführen. Das Zeichensystem zeigt die Utensilien und Werkzeuge, wo es geht, in isometrischer Ansicht und wo Ausnahmen sinnvoll sind, in Drauf- oder Seitenansicht. Für die geschlossene Erscheinungsform eines Zeichens, wurde eine Darstellungsform aus schwarzen Flächen gewählt. Der Zeichensatz soll in der Anwendung auf Plakaten im Typolabor und in einem Merkblatt zum Mitnehmen Neulingen in der Hochdruckwerkstatt den Bleisatz näher bringen.

26. Juni 2020

Ego



Was bedeutet Identität? Aus welchen Faktoren setzt sie sich zusammen und wie verhält sie sich? Als Antwort auf diese Fragen entstand auf Basis des Big Five Persönlichkeitsmodells ein modularer Zeichenbaukasten, der wertfrei und non-verbal eine spielerische Herangehensweise an das menschliche Identitätsproblem bietet. Als Kontrast zu sprachlichen und numerischen Werten bleiben die zu gesamthaft fünf zusammengesetzten Skulpturen abstrakt und sollen dem Betrachtenden eine neue Möglichkeit der Selbstdarstellung eröffnen.

Resonanz

Mood ist ein Versuch Emotionen visuell darzustellen. Dafür haben drei verschiedene Personen über einen Zeitraum versucht sich mit ihren Gefühlen auseianderzusetzten und damit, wie man sie intuitiv darstellen würde. Nach intensiver Entwicklung der verschiedenen
Formen und Darstellungsweisen entstand als Endprodukt ein 3O-teiliges Zeichenset und Anordnungssystem mit dem sie ihre Emotionsentwicklung über vier Wochen darstellen.
Wichtig war dabei der Vergleich ihrer emotionalen Entwicklung untereinander. Gleichzeitig wird der Besucher eingeladen, seine Gefühleebenfalls zu visualisieren. Denn, dieses Projekt war von Anfang für alle bestimmt, die mehr über sich und ihre Gefühle erfahren wollen. Eine Auseinandersetzung mit seineneigenen Gefühlen kann jedem weiterhelfen seine Welt anders zu sehen, denn negative Emotionen bleiben grundsätzlich länger in unseren Erinnerungen hängen, als positive.

Das 30-teilige Zeichenset besteht aus 12 positiven, 12 negativen und
6 neutralen Emotionen. Die Farbgebung orientiert sich ebenfalls an den Zeichen. Da man Emotionen nicht immer gleich stark empfindet, wurde mit den Zeichen ein System entwickelt die Intensitäten von ihnen darzustellen. Sie funktioniert wie folgt:
Die Intensität wird durch die Ringe hinter dem Zeichen definiert. Je höher die Intensität, desto mehr Ringe besitzt ein Zeichen. Die Stärke verläuft dabei in einer Skala von eins bis zehn, wobei zehn die höchste Intensität ist.
Zu beachten ist als zweiter Faktor der Zeitpunkt der empfundenen Emotion. Der Tag wurde dabei in Morgens, Mittags und Abends eingeteilt. Die Laufrichtung der Ringe verläuft parallel, nach oben oder unten und orientiert sich dabei an der Bewegung der Sonne. Damit stellt sie dar, an welcher Tageszeit die Emotion empfunden wurde.

oh

Hast du heute schon an Sex gedacht? Ja wieso denn eigentlich nicht? Sex ist natürlich. Sex ist toll oder doof. Sex ist lustig oder schmerzhaft. Sex ist aufregend oder seltsam. Sex ist oft oder gar nicht. Wie auch immer dein Sexleben aussieht, lass uns darüber reden! Man würde denken, in unserer scheinbar so rundum sexualisierten Welt wäre das einfach. Ist es aber nicht, zumindest nicht für Alle und vor allem nicht über Alles.

oh ist ein Kommunikationsspiel, das zum gegenseitigen Austausch über Sex einlädt. Du hast eine Frage, möchtest Erfahrungen austauschen oder über ein vermeintliches Tabu-Thema reden? Dann findest du genau hier dafür Platz. Denn oh ermöglicht nicht nur den Austausch über verbale Kommunikation, sondern funktioniert auch auf symbolischer und assoziativer Ebene. Mit gezielt inklusiver Ausrichtung entstehen somit respektvolle und individuelle Gespräche anhand des Zeichensystems.

20. Juli 2020

Protest 1900 – 2020

Protest 1900-2100 ist einen Publikation, die eine historische Sammlung und einen spekulativen Ausblick über Zeichen des Protests visualisiert. Anhand von verschiedenen Dystopien wird eine neue Zeichenwelt ins Leben gerufen, die zu den vergangenen Protest- und Widerstandszeichen auf dem Kopf steht.

26. Juni 2020

Cymatic Types

Cymatic Types is an interactive audiovisual installation, based on an experiment by Ernst Chladni. Resonances were being displayed through vibrating metal plates lightly covered with salt. By further abstracting the images through digital processing, the installation allows to experience the correlation between sound and movement actively.

The term ’Cymatics’ describes the imagery of sounds and (it’s) waves. On a flat medium, directly connected to a source of mechanical vibration, diverse patterns occur through a thin coating of a granular material, depending on the oscillation’s frequency and the resonators’ shape. Based on the analog experiment, the installation’s approach is to create a digital way to visualize the resonance’s patterns, to let the audience possibly experience correlations between sound and movement as well as to explore the types.

20. Juli 2020

Sommersemester 2020

Bachelor

Julia Arens
Adam Behlen
Mattis Bettels
Athena Grandis
Anaïs Nyffeler
Ronja Lang
Niklas Thran
Klara Troost
Aaron Winter

Master

Wanda Bleckmann
Heiner Darm
Julie Heumüller
Jonas Huckstorf
Olivier Hoffmann
Su Qiyi
Juliana Toro
Alissa Verj
Robin Wörn

27. Mai 2020

Wintersemester 2019/20

Bachelor

Katharina Brenner
Maxie Czoski
Antonia Gericke
Athena Grandis
Anaïs Nyffeler
Martha Plättner
Catharina Sonnenberg
Niklas Thran
Klara Troost
Nora Veismann
Aaron Winter
Ronja Lang

Master

Wanda Bleckmann
Heiner Darm
Julie Heumüller
Jonas Huckstorf
Su Qiyi
Minsun Song
Juliana Toro
Christina Tran
Theresia Uhrlau
Alissa Verj
Robin Wörn

7. Mai 2019

Sommersemester 2019

Bachelor
Julia Arens
Katharina Brenner
Sonnenberg Catharina
Agnieszka Doczynska
Athena Grandis
Samara Hammud
Maximilian Holzer
Jonas Huckstorf
Rebecca Lamm
Ha-My Le Thi
Tessa Meyer
Noam Paul
Martha Plättner
Agathe Saint-Frison
Johannes Schmoll
Robyn Steffen
Rebecca Willinson

Master
Doreen Baldauf-Uhlmann
Aleksandra Bespalova
Heiner Darm
Moritz Kreul
Svetlana Sokolova
Minsun Song

18. Oktober 2019

Wintersemester 2018/19

Bachelor
Julia Arens
Katharina Brenner
Sonnenberg Catharina
Agnieszka Doczynska
Athena Grandis
Samara Hammud
Maximilian Holzer
Jonas Huckstorf
Rebecca Lamm
Ha-My Le Thi
Tessa Meyer
Noam Paul
Martha Plättner
Agathe Saint-Frison
Johannes Schmoll
Robyn Steffen
Rebecca Willinson

Master
Doreen Baldauf-Uhlmann
Aleksandra Bespalova
Heiner Darm
Moritz Kreul
Svetlana Sokolova
Minsun Song

6. Dezember 2018

Wintersemester 2018/19


Mattis Bettels
Katharina Brenner
Elena Buscaino
Kayra Cekic
Julie Heumüller
Olivier Hoffmann
Jonas Huckstorf
Ronja Lang
Ha-My Le Thi
Tessa Meyer
Cecilie Parra
Anna-Luisa Ruther
Johannes Schmoll
Catharina Sonnenberg
Robyn Steffen
Juliana Toro
Christina Tran
Theresia Uhrlau

Master
Doreen Baldauf-Uhlmann
Aleksandra Bespalova
Heiner Darm
Gabriela Kapfer
Moritz Kreul
Svetlana Sokolova
Minsun Song
Nadia Zeissig

25. Oktober 2018

Sommersemester 2018

Bachelor
Phachanapan Alongkorn
Lunia D’Ambrosio
Louise Borinski
Kayra Cekic
Joséphine Gläser
Samara Hammud
Judith Holly
Helen Kurnevich
Ronja Lang
Léa Michaud
Floris Morlok
Elsa Müller
Hikari Onuki
InnSun Park
Katica Pejic
Louisa Stickelbruck
Nathan Tang
Juliana Toro
Roxy Zeiher

Master
Doreen Baldauf-Uhlmann
Aleksandra Bespalova
Gabriela Kapfer
Sher Idan
Nadia Zeissig

22. November 2019

Subjective Territory

Subjective Territory started out as a study of human perception within physical space. Its outcome is fully virtual and non-physical. It underlies the thesis that space is understood differently by each and everyone. None of us see the same. Everyone inhabits their own space. My space looks different than yours. I touch it differently, I move differently. Taking this as my starting point I have created ten panoramic 360 degree images that depict my personal space. Each image depicts it in a different way, each referring to a different layer of perception. The images have been programmed to work as a 5 minute video that is accompanied with vocal explanation. Subjective Territory aims to deconstruct personal space by guiding you virtually through specific layers of perception. Each layer depicts a map, each map constitutes a state of subjectivity. Eventually, they come together as a whole new subjectively constructed space.

Time Machine

The construction of a machine that makes a journey into the past, is according to current knowledge not possible. But what happens when reality blurs with virtual reality? I researched on how we could use VR as a tool to travel in time and exemplary reconstructed Hermannplatz, Berlin in the 80s.

PANNORMA

„PANNORMA“ is a self-criticism of the hypernormalised society, derived from the extreme consumerism of social networks and the confusion between reality and fiction. From narcissism to hyper-reality, it deals with all the excesses of the instantaneity, through a satirical experience both print and digital.

McGuffin

Die Publikation „McGuffin: 71 Lost Objects Found in Cinemas“ ist eine Sammlung von verlorenen und vergessenen Gegenständen aus Kinos. Als Hommage an Hitchock’s geprägten Begriff “McGuffin”, wird dem Betrachter anhand von Fotografien, Recherchen und 71 fiktiven Texten einen Zugang zu diesen Objekten ermöglicht. Die fiktiven Geschichten wurden von unterschiedlichen Personen geschrieben, somit ändert sich die Schreibform je nach Autor und Gegenstand. Durch die Texte wird versucht, die Lücke des unbekannten Besitzers zu füllen und den Objekten somit eine neue Bedeutung zu erbringen.

Seductive Theory

In Jaques Rancières „Aufteilung des Sinnlichen“ (2004), wird die philosophische Disziplin der Ästhetik als eine spezifische Ordnung des Identifizierens und des Denkens von Kunst beschrieben (vgl. S.23). Eine bestimmte Art der Identifizierung kumuliert in einem „Identifizierungsregime“, von denen Rancière drei näher beschreibt und den gegenwärtigen Bezug zur Kunst als unter dem „ästhetischen Regime der Künste“ zu betrachen sieht.

„Seductive Theory“ ist, als Produkt einer imaginierten Artifiziellen Intelligenz, die durch eine Neukombination ästhetischer Ansätze selbst eine Ästhetik schreibt, der Versuch, Möglichkeiten für ein Denken außerhalb von „Identifizierungsregimen“, die bisher grundlegend auf einem Korrelationismus zwischen Mensch und Ding basierten, zu imaginieren. Mit einem Rückbezug auf das methodische Vorgehen im Experiment „Die Maschine“ (Georges Perec, 1968) forciert „Seductive Theory“ eine, die Philosophie und die Kunst verschmelzende Bewegung, die von einer Sonderstellung des Menschen als einziges zu schöpferischen und kreativen Handlungen fähigem Wesen Abstand nimmt und die Opposition von Philosophischem und Poetischem verwischt.

29. November 2019

Beweggründe

Die Arbeit „Beweggründe“ beschäftigt sich mit der Thematik Organspende. 2017 hatten nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation die Spendenrate in Deutschland den niedrigsten Stand der letzten 20 Jahre erreicht: Bundesweit wurden nur insgesamt 797 Organspenden durchgeführt. Auf eine Million Einwohner kamen damit ledig­lich 9,7 Spender.

Die Arbeit ist ein Versuch die unterschiedlichen Gründe aufzuzeigen, warum Menschen bei der Entscheidung zur Organspende mit sich hadern und was die gesamte Thematik grundsätzlich zu einem komplexen und für viele Menschen schwierigen Thema macht. Ziel meiner Auseinandersetzung ist es, das Unbehagen aufzuschlüsseln, damit eine offenere und mündigere Diskussion über Organspende in der Gesellschaft geführt und auf diese Weise gezielter und effizienter auf die Bedürfnisse der Menschen eingegangen werden kann. Dies könnte letztendlich zur Weiterentwicklung/Verbesserung der aktuellen Lage beitragen.

Wiederöffnung der UdK Medienhaus Dachterrasse

Warum ist hier nichts? – Das haben wir uns gefragt, als wir vor der wunderschönen Dachterrasse unseres Fakultätsgebäudes der Universität der Künste Berlin standen. Durch unsere Recherche in Archiven und in Gesprächen mit verantwortlichen Personen fanden wir heraus, dass die Dachterrasse ab 1920 zum Malen und Zeichnen im Freien genutzt wurde und nun schon seit über 30 Jahren aufgrund von baulichen Mängeln geschlossen ist. Um die Recherche zugänglich zu machen und Unterstützer*innen für die Wiedereröffnung zu gewinnen, haben wir unser gesammeltes Wissen und Material in einem Exposé zusammengetragen. Schreibt uns gerne für Infos und Ideen: dachterrasse@udk-medienhaus.de

22. November 2019

Loum

Nutzlosigkeit erzeugen, Nutzlosigkeit anwenden: Der Mensch von heute genießt ein absurd hohes Maß an Funktionalität in seinem Alltag. Wir haben gehofft, diesen endlich irritieren zu können und deshalb einen Gegenstand ohne Funktion erfunden: Loum®. Unser Projekt ist eine soziologische Studie, die sich auf den Grenzen von Fiktion, Spiel und Spekulation bewegt. Dieser spekulative Katalog dokumentiert was passiert, wenn funktionalitätsverwöhnte Verbraucher*innen mit Nutzlosigkeit konfrontiert werden.

29. November 2019

80g/m²

Wenn in unserer digitalisierten Gesellschaft Papier als Datenträger in Zukunft ein überflüssiges Produkt sein wird, auf welche 500 neue Arten könnte es „umgenutzt“ werden? Innerhalb von Experimenten haben wir das Papier an seine Grenzen gebracht. Der autoritäre Umgang mit dem Papier spiegelt sich auch im Design wieder. Die Schrift wird so skaliert und verzerrt, bis sie in das Layout-Raster passt. Das Projekt „80g/m²“ thematisiert Freiheiten und Möglichkeiten innerhalb von starren Regeln. Es geht darum innerhalb eines festgelegten Rahmens Ideen zu generieren und dabei neue Perspektiven auf Objekte aufzuzeigen, die wir in unserem Alltag normalerweise nicht in Frage stellen.

Wahres Essen

Wahrnehmung bedeutet etwas mit den Sinnen zu erfassen und zu verstehen. „Das Auge isst mit“. Das Aussehen von Nahrungsmitteln beeinflusst unsere Wahrnehmung.

Welche Faktoren wecken unsere Sinne bevor wir Essen zu uns nehmen? Wir vertrauen zuerst unseren Augen, deswegen spielen Farbe und Konsistenz eines Lebensmittel eine wichtige Rolle. Sie Informieren uns über Genießbarkeit, Frische oder Reifegrad. Es erlaubt uns ebenfalls ein Lebensmittel zu erkennen und kann unsere Erwartung an den Geschmack beeinflussen und vorab darüber entscheiden, ob es uns schmeckt oder nicht. Wie würden wir auf eine rosa Gurke oder blaue Schokolade reagieren?

Plasticaplastica

Das Bachelor Projekt Plasticaplastica ist eine Sammlung von Plastikfragmenten die am italienischen Strand gefunden worden sind. Innerhalb von zwei Wochen im Mai 2018 wurden hunderte von Kunststoffteilen gesammelt, welche zum Teil mehr als 50 Jahre alt sind. Das Material Kunststoff verrottet fast nie und ist somit eine große Bedrohung für die Umwelt, welches größtenteils in den Ozean gelangt.

31_121_ Gradwanderung Shanghai

31_121_ Gradwanderung Shanghai ist eine Stadterkundung, die den Benutzer auf den Spuren deutscher Geschichte in Shanghai wandeln lässt. Dabei werden 21 ausgewählte Orte erschlossen, die auf sehr vielfältige Weise Brücken zur deutschen Kultur und Geschichte in Shanghai schlagen. Das dazugehörige Printprodukt besteht aus einzelnen Booklets, die jeweils einen deutschen Ort beschreiben und von dessen engen Verwurzelung mit China erzählen. Diese wird durch eine App motiviert, die den zweiten Teil der Stadterkundung 31_121_ Gradwanderung Shanghai beschreibt.

Pashkevilim in Mea Schearim

Das Projekt verarbeitet die Erlebnisse meiner Recherche in Mea Schearim, einem ultraorthodoxen Stadtteil in Jerusalem. Fasziniert von seiner Visualität bin ich auf der Suche nach dem Pashkevil, einem einseitig bedruckten Stück Papier, zwischen Flugblatt und Plakat. Die Publikation ist das Zusammenkommen von Bild und Text meiner zwölftägigen Recherche im Frühjahr 2018. Bild und Text sind dabei von mir selbst entstanden. Es geht um eine Auseinandersetzung mit der Kultur des Ortes und seinem medialen Phänomen.

Erscheinungsbild Weizenbaum-Institut

Das Semesterprojekt war es, ein Erscheinungsbild für das neu gegründete „Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft“ zu entwerfen. Die Arbeit erfolgte in enger Abstimmung mit Prof. Dr. Gesche Joost und anderen Verantwortlichen vom Weizenbaum-Institut selbst. Die Studierenden entwickelten in Gruppenarbeit Vorschläge und stellten diese am Ende des Semesters einer Jury vor. Nach einer intensiven Diskussion entschied man sich für den Entwurf von Judith Holly, der momentan am Weizenbaum Insitut implementiert wird.

Judith Holly 

„Das Weizenbaum-Institut ist ein offenes Haus für die vernetzte Gesellschaft.“ Auf dieser These beruht die Gestaltung meines Erscheinungsbildes. Mein Entwurf plädiert für eine offene demokratische Selbstbestimmung. Informationen werden klar vermittelt und beugen sich keinen repräsentativen Hierarchien. Denn offen heißt zugänglich, so ist auch die Gestaltung ein offenes System für die vernetzte Gesellschaft.

Lunia D’Ambrosio, Catarina Sonnenberg, Roxy Zeiher

Die Bildmarke des Weizenbaum-Instituts setzt sich zusammen aus zwei simplen Elementen, die die komplexe Thematik in sich vereinen: analog– digital, Gesellschaft–Technologie, rund–eckig, kurvig–kantig, organisch–anorganisch. Dieses Gestaltungsprinzip wird auf alle grafischen Elemente des Weizenbaum-Instituts angewandt. Icons, Zahlen und Leitsystem werden somit mit dem selben System gestaltet, wie Visitenkarten, Briefpapier und Website. Das individuelle Gestaltungskonzept verleiht dem Weizenbaum-Institut einen eigenen Charakter und grenzt es stark von herkömmlichen Assoziationen und vorgefertigten Stereotypen, das Internet zu verbildlichen, ab. Das Institut tritt mit einem Alleinstellungsmerkmal auf, welches seine Kernkompetenz verkörpert und diese in den Vordergrund stellt.

Julie Heumüller, Ronja Lang, Elsa Müller, Miriam Schenkirz

Was genau unterscheidet das Weizenbaum-Institut von den anderen Instituten? Die Antwort darauf, dass es sich hierbei um ein Ort handelt, an dem unterschiedliche Wissenschaften/Disziplinen zusammen kommen und gemeinsam forschen, haben wir uns zum Leitfaden unseres Projektes gemacht. Deshalb greift unsere Wort-Bild-Marke diese Interdisziplinarität auf. Ein stabiles, aber dennoch jederzeit flexibles Gerüst, was vor allem durch die dicke Linie definiert wird, die den Buchstaben W formt, bildet den sogenannten Forschungskörper. Er steht für Kreativität, Innovation und Fortschritt. Das W, das für das Institut steht, ist Dreh- und Angelpunkt. Ebenso wie das schnelllebige Forschungsfeld der Digitalisierung, positioniert sich auch das W immer wieder neu und formt dadurch die unterschiedlichen Gestalten des Forschungskörpers. Für das restliche Erscheinungsbild haben wir uns vor allem von der Philosophie Joseph Weizenbaums inspirieren lassen und somit mit Kontrasten in der Gestaltung gearbeitet.

28. November 2019

Rundgangsplakate

Die Gestaltung des Rundgangmotivs wird seit der Konzept-Erneuerung in einem Entwurfswettbewerb entschieden. Abwechselnd stellen jedes Jahr Studierende der vier Klassen der Visuellen Kommunikation in einem Semesterprojekt Entwürfe vor, die in einer Jurysitzung vorgestellt werden. Die Jury, bestehend aus dem Präsidenten der UdK Berlin Professor Martin Rennert, dem Professor der jeweiligen Klasse, der Presseleitung, einem externen Experten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stabstelle Marketing und Zentrale Veranstaltungen, die in enger Zusammenarbeit mit der Gewinnerin oder dem Gewinner die Entwürfe weiterentwickeln.

Im Jahr 2018 wurde der Entwurf von Gabriela Kapfer ausgewählt und umgesetzt.

Nichtsein

Suizid gilt in den meisten Gesellschaften als Tabuthema. Kaum jemand weiß, dass jährlich mehr Menschen infolge eines Suizids sterben als durch Mord, Krieg, Aids und Unfälle zusammen. Die Masterarbeit „Nichtsein“ zeigt unterschiedliche psychologische, kulturelle, biologische und umweltbedingte Faktoren, die suizidales Verhalten beeinflussen können. Dabei stehen statistische Erkenntnisse persönlichen Schicksalen gegenüber, bei denen zum Teil auch die Suizidenten kurz vor ihrem Tod selbst zu Wort kommen. 

Das Projekt entstand im Rahmen des Visual Society Programs (ViSop) in Zusammenarbeit mit Ellen von den Driesch vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). ViSoP ist eine Kooperation zwischen der Universität der Künste Berlin und dem WZB. 

16. Februar 2018

NeoBucks

NeoBucks is an alternative currency that deconstructs modern celebratory events in return of respect, homage and inquiry to topical problem-area statistics and auxiliary result of intersectional study. This alternative currency is a reminder of a turbulent history of white-washing and years of colonialization that withholds modern day consequences that must not be forgotten amongst aesthetical attempts within such capitalist state. The currency is used as a way to view the intersections of the Canadian Indigenous Peoples (Inuit, Metis and First Nations Peoples), furthermore selective problematic topics creating an in-depth visual perspective, distinguishing its issues in a different display method. This creates an altered viewpoint of Canadas “white-prioritization” in a modern assessment of current issues alongside Canadas 150th anniversary.
One key source of stimulation to further push the boundaries of what Canada’s 150th anniversary of confederation celebrations mean, and further implementing the swarm of wrongfully implied optimistic impressions is the commemorative banknote that is being released (in regard to Canada’s 150th anniversary). The new confederation-celebratory banknote features four figures: Sir John A. Macdonald, Sir George-Etienne Cartier, Agnes Macphail and James Gladstone (Akay-na-muka). This is the first time that an Indigenous Persons or recognition is featured on a banknote. Perhaps this is a step in the right direction – but its hard to look at this ambition with complete optimism. Recognition of Indigenous Peoples is outright of importance, but putting symbols or people on a banknote that celebrates a part of a movement that destroyed a large part of their culture, pertaining to some of these issues that affect to this day – which are not getting the proper attention. It feels as if it is a cover-up and distraction to the brutal historic traits that have taken and continue to take place for the Aboriginal Peoples. Perhaps we must shift our thoughts from the romanticization of these symbols and people and look beyond the materialistic approach of recognition. This isn’t a time to celebrate – it’s a time to learn, reflect and respect. A representation of imagery on a banknote is not simply enough to work through past and current issues.

The final result of the study is the “NeoBucks prototype kit” which includes 41 banknotes and a catalogue that explains the system and a clear look at each banknote. The items are contained within a cash drawer that organizes everything as a way to display intersectional data. The system is created from mainly the look at 5 main catagories of problematic areas within these communities and furthermore 3 subcategories per main category. From there, intersectional lines were drawn between the subcategories that link together, forming the “intersectional web”. After viewing the breakdown of the distribution of data, each main category was assigned an amount and a colour by using the carcass of the Canadian monetary system. 5 banknotes were created as a result, and then to display the intersections, these bills were split in half and stitched back together to create new banknote amounts.
The idea is to not create an answer or attempt to create any design-solution to these current issues that are being highlighted, nor to further appropriate cultural means but to simply highlight, speculate and create discussion upon the political viewpoints of Canada and its deepened problematic issues that become recognized and unresolved through the use of imagery in a celebratory banknote.
The intersectional web created and based on consulted problematic areas of the Indigenous Peoples of Canada, generates an “alternative currency” whilst exploiting the carcass of the Canada’s existing currency in circulation (banknotes only, note*). This is furthermore, based on the idea of Canada placing an image of an Indigenous Persons on the 2017 celebratory banknote without properly addressing issues within these communities in reality, upholding a clean Canadian image. Able to present and foster issues that are relevant within this alternative wireframe, it further pushes the boundaries of the trade in of optimistic politics and false-pretenses in place for an illustration of 150 years of colonialism. The NeoBucks prototype kit begins to erase buoyant deceptions of Canada using imagery and design as its chosen and noted privileged platform and is wealthy in statistics that are of importance to discuss and question.

8. Februar 2018

Blank

BLANK ist ein Magazin für Unverständnisse. Dem Leser werden Bewegungen erklärt, beziehungsweise das Verständnis über die Gruppe aufgeklärt. So können politische oder religiöse Themen, wie Anhänger von Donald Trump oder den Zeuge Jehovas, oder Jugenbewegungen, wie Punk gedeutet werden.

In der ersten Ausgabe wird die Bewegung um Cloud Rap erläutert. Um die Musiker und ihre Fangemeinschaft zu verstehen, dient Lgoonys Lied „Wasser“ als Untersuchungselement. Der Song stellt in gewisser Weise das Inhaltsverzeichnis vor. Themen und Aufbau des Magazines basieren auf den Lyrics und dem Musikvideo von „Wasser“.

Agitprop

Wann fangen Kunst und Gestaltung an, manipulativ zu sein? Wann werden sie zum Instrument von Propaganda oder sind verantworlich für postfaktische Des/ Information und alternative Fakten?

Für die erste Ausgabe der »agitprop«, begaben wir uns auf diese Recherche: in die Gegenwart, aber auch in die Geschichte. Denn politische Meinungsmache beschränkte sich nie nur auf Reden und Texte. Sie bediente sich auch anderer Medien. Dem Theater, den bildendenden Künsten, der Musik oder dem Design. Die kraftvollen Vehikel von Agitation und Propaganda fasste man in Zeiten Lenins unter das Kunstwort »Agitprop«.

Agitprop kann eine politsiche Bewegung antreiben, verstärken und zum Erfolg verhelfen. Gleichzeitig wird die Methode politischer Agitation, wie bei den Neuen Rechten, auf eklige und perfide Weise missbraucht. Heute würde man das wohl politische Werbung nennen.

Nachdem wir mit Aktivisten und Künstlern sprachen, Journalisten auf die Suche nach den neuen politischen Kunstpraktiken schickten und selbst politische CIs auseinandernahmen, ist unser erstes Fazit, dass (Achtung Spoiler) das Wissen um die Mechanismen von Agitprop zukünftig zur Medienkompetenz gehört. Ein kritischer Blick enttarnt desinformative Gestaltung. Denn optisches Rumgeschummle kann nur wirken, wenn der Rezipient kein affirmativer Konsument ist.

Die erste Ausgabe der »agitprop« soll diesen kritischen Blick schulen und für die politische Relevanz von Kunst und Gestaltung sensibilisieren.

Encyclopedia Of Gender

Gender theory proposes that masculinity and femininity should be viewed as sets of created characteristics that shape the lives of men and women. It replaces the outdated idea that masculinity and femininity are fixed by biological determinants, and also seeks to separate gender from sex. Binary gender roles are dictated by society, this leading to many people not feeling represented by them. The exclusivity of binary gender roles causes nonbinary people to create their own gender. This encyclopedia lays out a selection of 381 nonbinary gender roles currently in use. It visualizes the immense variety of flags and colors found within the confines of gender and calls the necessity of fixed gender roles into question.

11. Januar 2018

Q I P U

Während E-Mail-Verkehr heute ein selbstverständlicher, elementarer Bestandteil unserer privaten und beruflichen Kommunikation ist, ist das allgemeine Bewusstsein über dessen Sicherheit bzw. Vertraulichkeit eher gering ausgeprägt.
Dabei gibt es ausreichend Gründe dieses Thema mehr in den Fokus von EndanwenderInnen zu bringen.

Ziel des Projekts ist es ein Visuelles System und einen Algorithmus zu entwickeln, mit dessen Hilfe öffentliche PGP-Schlüssel in eine digitale Grafik umgewandelt werden können. Diese Grafik soll zum einen eine eindeutige Übersetzung des Schlüsselcodes bilden, um nach dem Austausch wieder in den Schlüsselcode zurück übersetzt werden zu können. Gleichzeitig zu dieser formalen Einzigartigkeit soll das visuelle System zum anderen eine formale Klammer bilden, um die erzeugten Grafiken eindeutig als Schlüssel erkennbar zu machen. Durch diese eingängige visuelle Repräsentation des abstrakten Schlüsselbegriffs soll eine Wiedererkennbarkeit und Fassbarkeit geschaffen werden, die die Akzeptanz und Verbreitung PGP-basierter Mail-Verschlüsselungen befördern könnte.

Unpredictable Complexity

The consequences of every decision we make can be affected by unknown side-effects. Paradoxically, this activities are important to satisfy our human needs, while the unintended incidents are important to enhance our experience. The term risk is burdened by a negative impression, but without taking the chance going to far, we will never find out how far we can go. We can learn from the past to map the future, but we can’t handle the uncertainty. Some type of Rist just exist by nature and are not a generated product of human intended activities. An unexpected side-effect ist not unpredictable because it happened as a coincidence, but as a result of an incomprehensible everlasting casual chain. Risk precludes every form of standardization because of its complex relations which are to a large part unpredictable.

Our interests focuses on the wide spread of every day venture up to global social and natural aspects. We try to find a systematic approach to communicate a casual link between the cause of an activity and its possible effects. Based on particular documents we worked with various categories to give a different view on the topic. We selected different risks out of all categories and tried to achieve at least an impression of the potential severity of the unpredictable effects, the probability of occurrence, the temporary span between cause and effect and an estimate of the irreversibility, while being aware of the fact that we can’t handle the uncertainty that effects all the other parameters. The project reflects a personal point of view on the subject. Our work should be considered as a process of experiments on variation of risk.

Reducing the casual-chain to clear linear connection, results ins a polygon form. The morphing casing of the Risk-Sculpture forms the Line of uncertainty in the crosssection that represents a single risk characterized by its from. The single risk follows the shape of the whole context formed by the entire shape, which on the other hand is defined by the amount of all the other risks at the same time. The complexity is formed by the huge quantity of simplicity.

14. Dezember 2017

Sonntag

Der Sonntag ist ein stets wiederkehrendes Ereignis mit einer besonderen kulturellen Bedeutung. An diesem Tag haben wir keine Verpflichtungen, stellen keinen Wecker, sind nicht verplant – unsere Zeitwahrnehmung ist am Sonntag anders als in der Arbeitswoche. Unser Fokus wird auf Aktivitäten gelenkt, die normalerweise weniger Beachtung finden – Regeneration, Ablenkung, Familienleben. Jeder behandelt diesen Tag individuell, verbringt ihn auf seine ganz eigene Art und Weise. Wie lässt sich die Authentizität von einem Ereignis, das durch seine individuelle persönliche Bedeutung so facettenreich ist, kommunizieren? Wo finden sich Gemeinsamkeiten zwischen den unterschiedlich gelebten Sonntagen? Und warum wird einem trivialen Ereignis so konsequent in vielen verschiedenen Kulturen schon seit mehr als einem Jahrtausend große Bedeutung beigemessen?

In der Recherchephase kamen verschiedene Designmethoden zum Einsatz. In einer Videoumfrage mit 40 Passanten näherten wir uns zunächst an das vorherrschende Realitätsbild des Sonntags und damit verbundenen Assoziationen an. In der anschließenden »Photosurvey« ließen sich bestimmte Rituale feststellen und wir konnten unser Bild konkretisieren. Die Designmethode des semantischen Differntials ermöglichte uns einen Einblick in Gefühle und Konnotationen des Sonntags. In einem qualitativen Interview mit dem Pressesprecher des Erzbistums Stefan Förner sollte die Kirche ihre Position und Wünsche hinsichtlich des Sonntags darlegen. Außerdem erfuhren wir in einem Gespräch mit dem Leiter der Bundesfachgruppe Einzelhandel, Ulrich Dalibor, mehr über die Einstellung der Vereinten Dienstleistungsgesellschaft (Ver.di).

Zum Semesterende wurden die Ergebnisse in einer Publikation aufbereitet. In Form einer Zeitung wird neben Texten fotografisch der Tagesablauf vieler verschiedener Menschen am Sonntag dokumentiert. Der Leser bekommt die Möglichkeit ein gesamtheitliches Bild vom Sonntag und kann seine Erfahrungen reflektieren.

Delusion

Orte werden geprägt durch soziale, kulturelle, historische, ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Faktoren. Diese werden räumlich und greifbar in Form von Architektur und Infrastruktur. Durch menschliche Bedürfnisse können zweckgerichtete, künstliche Orte entstehen, die ohne Bezug zu ihrem unmittelbaren Umfeld existieren. Mit Europas »größter tropischen Urlaubswelt« Tropical Islands wurden der Regenwald und die Südsee nach Brandenburg geholt und sowohl natürlich als auch künstlich nachgestellt. Pflanzen, Tiere und Bauwerke aus verschiedenen Nationen werden hier unter einer gigantischen Stahlkonstruktion vereint. Je nach Blickwinkel wirkt die nachgeahmte tropische Szenerie authentisch oder künstlich. Dieses Spannungsfeld gilt es zu untersuchen.

In einer breit angelegten Recherche wurde zunächst Material aus Reportagen, Interviews, Statistiken, Besucher-Bewertungen, Fotos, Geschichte und der Unternehmensphilosophie zusammengetragen. Außerdem dokumentierten wir alles, was man an Pflanzen, Tieren und Nachbauten in Tropical Islands finden kann in einem Fotoprotokoll – ein detailliertes fotografisches Nachschlagewerk, das dem Betrachter einen tieferen Einblick in das Tropical Islands ermöglicht. Auf Grundlage des Morphologischen Kastens von Fritz Zwicky experimentierten wir im nächsten Schritt mit der fotografischen Erzeugung von Illusionen mithilfe von fotografischen Stilmitteln wie Unschärfe, Fokus und Ausschnitt.

In der finalen Umsetzung werden in einem Film, Aufnahmen aus dem Tropical Island mit Found Footage von echten Tropenwäldern vermischt um den Grenzbereich zwischen Original und Imitation auszuloten. Durch die Tonebene wird der Bruch schließlich immer deutlicher, die Tropenwelt wandelt sich zu einem überdachten Erlebnisbad voller Lärm und Inszenierung. Zusätzlich zu den einzelnen Untersuchungen zur Authentizität wurde ein Erscheinungsbild entwickelt, das sich aus den grafischen Elementen der »Vorbildnationen« des Tropical Islands zusammensetzt. Zur Präsentation der verschiedenen Fragmente wurden schließlich in eine Installation konzipiert um das Thema für den Betrachter zugänglich und räumlich erlebbar zu machen. Durch die formale Anlehnung an eine Umkleidekabine wird die Grenze zwischen Außenwelt und Tropenlandschaft nachgestellt.

Mittenmang

Geografische Mittelpunkte lassen sich auf fast beliebig viele Arten finden.
Doch warum wird eigentlich immer nur nach der geografischen Mitte gesucht?
„mittenmang“ ist der Versuch einer neuartigen Mittelpunktberechnung, die
sich zwar an der geografischen Variante orientiert, jedoch mit anderen
Ausgangspunkten arbeitet.

Ziel der Arbeit ist es den sozialen Mittelpunkt der Berliner Alltagskultur zu
ermitteln. Die Methode ist simpel: Es werden Themen aus unterschiedlichsten
Bereichen ausgewählt, Listen der jeweiligen Standorte erstellt und deren
Mittelpunkt berechnet. Am Ende wird von allen erstellten Mittelpunkten
der ultimative Mittelpunkt definiert.

10 x 10m

Wie viel Information benötigt eine Karte um einen Ort vollständig zu beschreiben?
Für das hier gezeigte Projekt wurde zum Sammeln der darzustellenden Informationen eine Fläche von 10m x 10m um den Mittelpunkt Berlins in 100 Quadrate unterteilt. Für jedes dieser Quadrate wurden verschiedene Beobachtungen (u.a. Temperatur, Bodenfeuchtigkeit, Anzahl, Zigarettenstummel, Bewegung) festgehalten.

Das Ergebnis: 100 Darstellungen der festgestellten Beobachtungen, die durch Überlagerung eine riesige Zahl unterschiedlicher Ortsbeschreibungen für den auf den ersten Blick eintönigen Mittelpunkt Berlins ermöglichen.

Hefte zur POST_REALITÄT

Das Magazin „Hefte zur POST_REALITÄT“ portraitiert konstruierte Realitäten. Es versucht einen medientheoretischen Diskurs mit Hilfe von Texte und künstlerische Werken anzustoßen und versammelt verschiedene Positionen und Argumentationen in seinen Ausgaben.

Die leitende Fragestellung beschäftigt sich mit dem Konzept projizierter Wirklichkeiten, die durch visuelle Rezeption erschaffen werden. Welche Spuren hinterlässt visueller Konsum? Werbung, Filme, Photographien, Möbel, Computerspiele, Pornografie. Die mediale Omnipräsenz prägt und verändert unsere Wahrnehmung und erschafft eigene Welten.

Der Erforschung dieser Realitäten widmet sich dieses Format. In jeder Ausgabe soll eine andere Welt portraitiert und analysiert werden.

Das erste Heft behandelt die Welt des Tourismus. Welche konstruierte Kulturen werden von Branche und Touristen erschaffen? Wie hat sich die mediale Präsenz des Reisens verändert und welche Auswirkungen könnte das in Zukunft haben. In welcher Wechselwirkung steht die Werbewelt der Reiseanbieter mit der Realität vor Ort.

Mit Texten u.a. von der Philosophin Susan Neiman und Photographien von Rainer Riedler und Anderen wird versucht dieser Frage nachzugehen.

30. November 2017

Sommersemester 2012

Bachelor
 

Atli Bender
Lisette Berndt
Anna Cairns
Marius Förster
Saskia Friedrich
Malin Gewinner
Katrin Gruber
Kristin Gunnardottir
Miriam Kadel
Stefanie Kolb
Philipp Koller
Isabel Kronenberger
Olivia von Pilgrim
Robert Preusse
Stefanie Rau
Jens Remes
Ana Tabatadze
Martin Wecke

Diplom
SuJin Choi
Moritz Greiner-Petter
Clemens Jahn
Tanja Kapahnke
Ferdinand Ulrich
Wanja Toselli

Wintersemester 2012/13

Bachelor
 

Dovile Aleksaite
Stephanie Brenner
Paula Ellguth
Marius Förster
Yves Fusulier
Lea Hellwig
Young Sam Kim
Theresia Kimmel
Stefanie Kolb
Philipp Koller
Isabel Kronenberger
Olivia von Pilgrim
Robert Preusse
Stefanie Rau
Simon Schindele
Anna Skopp
Feng Tong
Martin Wecke

Master
Katrin Gruber
Saskia Friedrich
Jens Remes (beurlaubt)

Diplom
Vera Albers
Marlene Buecker
Sujin Choi
Moritz Greiner-Petter
Clemens Jahn
Inga Langkay
Wanja Toselli

Sommersemester 2013

Bachelor
 

Shutian Chan
Paula Ellguth
Tong Feng
Dora Ferenczy
Carolin Gießner
Sascha Hanse
Lea Hellwig
Miriam Kadel
Isabel Kronenberger
Young Sam Kim
Theresia Kimmel
Simon Kobel
Philipp Koller
Rachel Mendelsohn
Simon Schindele
Simon Steinberger
Olivia von Pilgrim

Master
Stephanie Brenner
Diplomanden
Marlene Bücker
Stefanie Kolb
Inga Langkay

Wintersemester 2013/14

Bachelor
 

Paula Ellguth 

Trixi Feller

Marius Förster

Julie Frieß

Jérome Gautier

Léon Giogoli

Lea Hellwig

Young Sam Kim

Julius Klaus 

Isabel Kronenberger 

Philipp Lange 

Camila Peralta

Robert Preusse

Stefanie Rau

Laurenz Rau 

Simon Schindele

Simon Steinberger 

Angus Buchanan-Smith



Master

Camila Gonzalez Benöhr

Stephanie Brenner

Marion Kliesch 

Dennis Michaelis

Corinna Northe

Olivia von Pilgrim

Jens Remes

Feng Tong

Diplomanden

Lisette Berndt

Valeria Gordeew 

Stefanie Kolb 

Martin Wecke

Wintersemester 2011/12

Bachelor
 

Lisette Berndt
Anna Cairns
Dora Ferency
Marius Förster
Malin Gewinner
Katrin Gruber
Kristin Gunnardottir
Conrad Heise
Sine Jorgensen
Miriam Kadel
Stefanie Kolb
Philipp Koller
Isabel Kronenberger
Julia Lingertat
Anja Müller-Syring
Olivia von Pilgrim
Robert Preusse
Stefanie Rau
Jens Remes
Atli Runar
Ivo Schmid
Ana Tabatadze
Martin Wecke
Thomas Zimmermann

Diplom
SuJin Choi
Moritz Greiner-Petter
Clemens Jahn
Tanja Kapahnke
Ferdinand Ulrich
Wanja Toselli

Sommersemester 2014

Bachelor
 

Paula Ellguth 


Trixi Feller
 


Julie Frieß


Léon Giogoli 


Lea Hellwig


Young Sam Kim 


Theresia Kimmel
Julius Klaus 

Philipp Koller
Isabel Kronenberger


Camila Peralta



Simon Schindele

Simon Steinberger 



Master

Camila Gonzalez Benöhr
 



Dennis Michaelis
 

Corinna Northe


Olivia von Pilgrim

Jens Remes
Feng Tong

Diplomanden 


Lisette Berndt
 

Valeria Gordeew


Stefanie Kolb
Martin Wecke

2. November 2017

Present Perfect

The magazine Present Perfect focused on disinformation through the fastest major
information channels on the internet. It aims to register a current frame of mind
of global issues through the language and memory of the internet in a particular time period. The content of the magazine is made by random internet users as mirror or model of current status about global topics at facebook, twitter, google, instagram.

Center

Covers Kopie

»Flächenschwerpunkt Berlin« – the geographic center of Berlin. This location is the starting point of a study on the concept of a »center«, in the form of a visual journey. The first booklet contains a collection of everyday objects, architecture, symbols, rituals, artworks, and natural phenomena that revolve around a center, in various ways.

»Draw a symbol that you think best represents the concept of a ›center‹ (in the sense of ›middle‹).« This was the task I gave 100 strangers, on Mechanical Turk, a crowdsourcing platform. I used it in order to find an answer to the question: Is there a universal symbol for the concept of a center? How many different variations of this symbol are possible?

The resulting second booklet is a collection of symbols, drawn by people from all over the world, giving an idea of how the concept translates visually and of which signs people generally associate with the notion of a center.

For the third part of my project, I returned to our starting point. This year, summer solstice fell on Tuesday, the 21st of June. On this day, I captured (almost) every single pedestrian passing by the geographic center of Berlin, with the help of photographer Lourens Samuel. Each of them was placed exactly on the geographic marker and asked for their names.

DIN Modulsystem

Der Campus ist über Jahrzehnte hinweg organisch im Herzen Berlins gewachsen und befindet sich auch heute im ständigen Wandel. Dies erklärt die Fülle an unterschiedlichen Leitsystemen und Architekturen, welche sich über die Jahre hin­weg gebildet haben. So werden verschiedene Angebote, Announcen und Interessen der Studierenden in einer sich selbst organisierenden Zettelwirtschaft an den Wänden und Freiflächen der Gebäude kommuniziert.

In Anlehnung daran wurde ein Leit- und Informationssystem entwickelt, das auf Modulen im DIN-Format basiert. Die Informationseinheiten an den Eingängen sollen als visuelle Marke gut sichtbar sein und einen Überblick über den Campus bieten. Innerhalb des Campusses gibt es reduzierte Einheiten, die eine wegleitende Funktion übernehmen.

Ergänzt wird das analoge Leitsystem durch ein digitales Campus System, das spezifischere Informationen, wie etwa Hinweise auf Veranstaltungen, Workshops und Werkstattangebote enthält um den vielfältigen Möglichkeitenraum des Campus hervorzuheben. Weiter sollen die digitalen Module mit einer Routenfunktion versehen werden um eine individuelle Wegeleitung zu ermöglichen.

Zur Gestaltung beider Informationssysteme wurden eine eigene Piktogrammfamilie und eine Karte entwickelt auf welcher die Gebäude und verschiedene Services verortet sind.

53 ‚Dear You‘

53 ‘Dear You’ ist eine persönliche Erkundungsreise um die Reichweite der eignen Komfortzone zu untersuchen. Als Austauschstudentin ist die Eroberung einer neuen Stadt eine Herausforderung und kostet immer wieder auch Überwindung. Im Rahmen meines Projektes, wollte ich mich gezielt aus meiner bekannten Umgebung und Routine herausbewegen – neue Erfahrungen machen, Berlin kennenlernen und dem Unbekannten begegnen. Mithilfe eines mathematischen Systems aus Primzahlen bestimmte ich 53 Orte in Berlin um dort jeweils einen Tag zu verbringen und fotografisch zu dokumentieren.

Die Sammlung meiner Erfahrungen an den verschiedenen Orten, ist in einer Zeitung zusammengetragen. Die Inhalte entstanden ausschließlich analog und ich verzichtete auf die Benutzung des vertrauten Mediums Computer. Auch hier stand die Konfrontation mit etwas Neuem im Vordergrund. Die Publikation besteht aus Fotografien und persönlichen Notizen, die in ihrem Erscheinungsbild meine Erfahrungen und Empfindungen wiederspiegeln. Um meine Anwesenheit in den Fotografien sichtbar zu machen, arbeitete ich mit Projektionen, die dem Betrachter das Gefühl vermitteln, das ich an dem jeweiligen Ort hatte.

 

U5 Diskursraum

Versteht man die Baustelle der U5 vor dem Roten Rathaus als erhebliches Hindernis im öffentlichen Raum, so ist das erste Ziel unseres Entwurfs, Besucher und Touristen um dieses Hindernis herumzuleiten und darüber zu informieren, wie dieses Hindernis zustande kommt. Die Baustelle beansprucht zudem eine große Fläche öffentlichen Raums, der während der Bauzeit nicht genutzt werden kann. So ist das zweite Ziel unseres Entwurfs Ausgleichsfläche zu schaffen und gleichzeitig Einblicke in die Baustelle zu ermöglichen – aber auch Ausblicke, denn die eigentliche Baustelle ist wesentlich größer als das Bauvorhaben U5. Die ungemein große Freifläche vor dem Roten Rathaus als quasi undefinierter öffentlicher Raum mit bewegter Geschichte bedarf eines Diskurses: vor dem Hintergrund der Vergangenheit des Ortes soll über seine Zukunft gesprochen werden. So ist das dritte Ziel unseres Entwurfs, das Bauprojekt U5 als Anlass zu nehmen, einen solchen Diskurs anzustoßen und dafür vor Ort einen Diskursraum zu schaffen. Der Entwurf besteht aus drei Komponenten: einer (typo)grafischen Bespielung des Bauzauns mit leitender und informierender Beschriftung, einer temporären Stadtmöblierung – direkt am Bauzaun, sowie auf dem Rathausforum und dem Marx-Engels-Forum – und einer temporären interventionshaften „Erweiterung der Baustelle“ mit Plakatwechselvitrinen auf Baugerüsten.

Die Stadtmöbelelemente bestehen aus vier unterschiedlichen Sitz- und Treppenmodulen, einem Geländermodul sowie einem Brüstungs- bzw. Rückwand - Element. Die verschiedenen Module können für jeden Verwendungsort individuell (re)kombiniert werden.

KVS_WiSe1112_U5_Diskursraum-05

Kernelement des Entwurfs ist die Bespielung des Bauzauns mit Leit- und Informationsbeschriftung. Hier geht es in erster Linie darum, Besucher um die Baustelle herumzureiten, um die durch die Baustelle entstandene Beeinträchtigung zu vermindern.

Als dritte Entwurfskomponente ist eine scheinbare Erweiterung der Baustelle vorgesehen. So ist die durchaus reale und sichtbare Baustelle der U5 Teil einer viel größeren, eher unsichtbaren „Baustelle“, nämlich der des sogenannten Rathausforums und des Marx-Engels-Forums. Zur Thematisierung dieser stadthistorischen und städteplanerischen „Baustelle“ von großer gesellschaftlicher und politischer Relevanz sollen an verschiedenen Stellen Plakatwechselvitrinen auf sechs Meter hohe Baugerüste installiert werden. Diese Vitrinen sollen als Trägermedium einer textlichen oder künstlerisch-gestalterischen Auseinandersetzung mit eben dieser „Großbaustelle“ dienen.

 

Entropy

The first phase of the project was devoted to understand the idea of entropy. It is often misleading and not always correctly used in different fields of knowledge. We are surrounded by the phenomena of the arrow of time. It is something so obvious that one can never ask himself a question: Why is time passing? And why can we see it? Entropy is the only quantity in the physical sciences that seems to imply a particular direction of progress in time, sometimes called »an arrow of time«. As time progresses, the second law of thermodynamics state that the entropy of an isolated system never decreases. Hence, from this perspective, the measurements of entropy are thought of something similar to a clock.

It quickly became clear that the time aspect of entropy and its relationship with the arrow of time will be the focus of the final product.To test the knowledge and make ourselves sure that we understand the topic clearly we conducted a series of experiments. During one day, we left a pile of confetti in the entrance of UdK, free to be damaged and spread all over the corridors by the students passing by. We took a track of the movement of the confetti in and out of the college every two hours, to understand the rapidness and direction of where it spread.


The clear irreversibility in time of this experiment is a good introduction for further understanding of the complexity of entropy and its relation to the arrow of time. It also illustrates the basic meaning of entropy in an understandable and basic way. A focus on the arrow of time followed as we researched about the duality of certain type of actions. Can one action be only repetitive and timesymmetrical, and one linear and asymmetrical? Is there a dichotomy between these two?


The final material consists of a great amount of information, complex theoretical explanations and visual material of playful experiments gathered and published in one publication which is divided in two parts, depending on their approaches: theory and experiment.

Zeitreisen

Die Grundlage für alle modernen Erörterungen der Zeitreise ist Einsteins Relativitätstheorie. Diese verleiht Raum und Zeit eine dynamische Qualität, denn sie beschreibt, wie große Massen die geometrische Beschaffenheit der Raumzeit so verändern können, dass der kürzeste Weg eines Objektes nicht mehr entlang der Raum-Zeit-Oberfläche, sondern durch die Raumzeitkrümmung verläuft. In diesem Spezialfall wäre es möglich, dass zwei verschiedene Bereiche der Raumzeit durch ein sogenanntes Wurmloch miteinander verbunden werden können.
Mittlerweile sind sich die Wissenschaftler darüber einig, dass es nicht nur die uns bekannten drei Dimensionen des Raumes, sondern, inklusive der Zeit, zehn oder elf Dimensionen gibt. Unsere dreidimensionale Welt bildet darin eine Hyperfläche, von der einzelne Teilchen – zumindest theoretisch – in eine fünfte Dimension springen und darin durch die Raumzeitkrümmung vorwärts oder rückwärts durch die Zeit reisen können. Der größte Teilchenbeschleuniger der Welt, der Large Hadron Collider im Kernforschungszentrum CERN, wurde nicht zuletzt gebaut, um diese Teilchen nachzuweisen.

Abseits der von »Wenn« und »Aber« dominierenden Thesen der Wissenschaftler vermischen sich Realität und Fiktion. Die zum Zeitreisen gehörenden Paradoxa und Kausalitätsverletzungen regen nicht nur die Phantasie zahlreicher Sience-Fiction-Autoren an, sondern auch die unserer Gesellschaft. Die These »Zeitreisen ist möglich!« veranlasste uns, in Umfragen und persönlichen Interviews, der Motivation für Zeitreisen auf den Grund zu gehen. Kurzfristige und langfristige Reisen in die eigene Vergangenheit verändern den Anspruch an Zeitreisen. Interessant ist, dass der Großteil der Befragten, das Zeitreisen nutzen würden, um besonders schöne Momente noch einmal erleben zu können und nicht, um an einem bestimmten Zeitpunkt die Vergangenheit zu verändern. Weiterführende Interviews zeigten, dass die Angst vor der Veränderung der Vergangenheit und die damit einhergehenden Auswirkungen auf die Gegenwart so stark ist, dass fiktional unternommene Zeitreisen immer in eine Zeit vor der eigenen Geburt führten. Wie man sich auf eine Zeitreise vorbereitet und welche Gegenstände man dorthin mitnimmt, waren für uns genauso spannend, wie die Frage nach dem Zeitreisen selbst. Die entstandenen Zeichnungen der Zeitreisemöglichkeiten schlugen hierbei wiederum den Bogen zur Physik und boten uns die Möglichkeit Fiktion und Realität – auch gestalterisch – gegenüber zu stellen. Entstanden ist ein wissenschaftlich anmutendes Paper, ergänzt durch ein Lexikon rund ums Zeitreisen, welches allerlei wichtige Begrifflichkeiten enthält.

15. August 2017

Double Shift

ViSoP_Double_Shift_04

Das Forschungsprojekt »Double Shift« beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Syrienkonflikts auf das jordanische Bildungssystem. Seit 2011 erfährt das Königreich Jordanien einen großen Zustrom geflüchteter Kinder aus Syrien. Unterschiedliche strukturelle Ansätze in Schulen im ganzen Land ermöglichen eine Integration syrischer Schulkinder in das jordanische Bildungssystem.

Das Projekt konzentriert sich dabei auf das Double-Shift-System, bei dem jordanische Kinder am Vormittag und syrische Kinder am Nachmittag unterrichtet werden. In zwei Feldstudien wurden auf quali­tative Weise mit gestalterischen und sozial­wissen­schaftlichen Methoden vor Ort Daten erhoben und visuelles Material generiert.

 

Ein Forschungs­gegenstand ist die Double-Shift-Schule Al-Arqam in der Industriestadt Sahab, südwestlich von der Hauptstadt Amman. Durch einen Fragebogen konnten Erkenntnisse über die schulische Si­­­tua­tion und die Bedürfnisse der Schülerinnen gewonnen werden. Ein partizipatorischer Workshop hat uns Auskunft über den Tagesverlauf der Kinder gegeben, und durch Interviews mit unterschied­lichen Stakeholdern (Schulleiterin, UNICEF etc.) konnten Stimmen eingefangen werden, die über die aktuelle Situation in Jordanien berichten, Eindrücke schildern und Wünsche äußern. Die Erkenntnisse und das visuelle Material werden auf einer Internetseite präsentiert. Neben den Forschungs­ergebnissen dienen die gewonnenen Daten und Analysen dazu, die aktuelle Situation in Jordanien bezüglich der syrischen Geflüchteten zu beleuchten und für die interessierte Öffentlichkeit narrativ auf einer Web­seite zusammenzufassen.

 

 

Dieses Projekt entstand in der Abteilung Ökonomik des Wandels am WZB.

Projektbeteiligte:
Prof. Dr. Steffen Huck (WZB)
Philipp Albert (WZB)
Jessica Haase (WZB)
Gebhard Glock (WZB)
Dr. Heike Harmgart (European Bank for Reconstruction and Development)
Wa’d Taweel (European Bank for Reconstruction and Development)
Tala Sweis (Madrasati)
Jameel Matalka (Madrasati)
Ibrahim Youssef

Projektbetreuung:
Prof. David Skopec (UdK)
Prof. Dr. Maren Hartmann (UdK)
Prof. Dr. Kathrin Peters (UdK)
Katina Sostmann (UdK)
Bernd Grether (UdK)

Codes of Collaboration

Das Projekt »Codes of Collaboration« untersucht das Verhältnis von Wissenschaft und Gestaltung. Beide Dis­zi­pli­nen arbeiten mit sehr verschiedenen Wissensgenerierungs- und Vermittlungsstrategien, wobei sie sich manchmal ertragreich ergänzen doch an anderer Stelle gnadenlos missverstehen. In ihrem gemeinsamen Wirken bilden sie eine hochinteressante Schnittstelle, die seit geraumer Zeit auch eine Reihe von Diskursen und Institutionen beschäftigt. Wie funktionieren ihre Mechanismen? Wie kommu­nizieren sie mit­ei­n­ander? Welchen Einfluss haben sie aufeinander? Ist eine Zusammenarbeit sinnvoll und wenn ja, an welchen Stellen?

»Codes of Collabo­ration« betrachtet all diese Fragen durch die Augen einer Reihe von Akteuren, die aktuell in wissenschaftlichen und gestalterischen Umfeldern agieren. In 23 Interviews werden einzelnen Arbeitsschritte und die Motivation dahinter, die gegen­sei­tige Wahrnehmung sowie Erfahrungen und Erwartungen an eine Zusammen­arbeit thematisiert. Neben den Gesprächen versammelt das entstandene Buch eine Reihe visueller Fundstücke, welche die Texte bebildern und neue Sinnzusammenhänge schaffen. Schritt für Schritt offenbart sich so, inwiefern eine Komplizenschaft der Disziplinen für beide Seiten wertvoll sein kann.

 
12. Mai 2017

Zwillingshaft

Im Rahmen des Semesterthemas »Gemeinsam einsam« entstand das Fotoprojekt »Zwillingshaft«.

Angefangen bei eineiigen Zwillingen, über Schwestern, bis hin zu besten Freundinnen zeigen die Fotografien insgesamt fünf Paare, die in inten­siven, beinahe symbiotischen Zweierbeziehungen leben.

In ausführlichen Interviews ließen wir uns den Mikrokosmos der Paare erklären und stellten ihn in fotografischen In­szenierungen dar.

4. Mai 2017

Wittenau–Hermannstraße

Dieses Projekt ist eine Auseinandersetzung mit den Begriffen der Einsam- und Gemeinsamkeit im Bezug auf öffentliche Verkehrsmittel. 1963 schrieb der kanadische Sozio­loge Erving Goffman sein Standardwerk »Behavior in Public Places« über menschliche Verhaltensweisen in öffentlichen Räumen. Seine Analysen haben bis heute Gültigkeit.    In unserem Projekt haben wir seine Thesen aufgegriffen und anhand der Verhaltensweisen der Reisenden in der Berliner U-Bahnlinie 8, zwischen Wittenau und Hermannstraße überprüft. Über mehrere Monate beobachteten wir die Passagiere zu jeder Tages und Nachtzeit und protokollierten ihre sozialen Interaktionen. Die Ergebnisse dieser Beobachtungen haben wir mit unterschiedlichsten Darstellungs­methoden visuell sowie akustisch umgesetzt.

Dokumentation

Für die Dokumentation unserer Beobachtungen in der U-Bahn entwickelten wir verschiedene Notationssysteme.

Akustische Umsetzung

Neben verschiedenen Visualisierungen haben wir auch akustische und musikalische Umsetzungen unserer Untersuchungen ausgearbeitet. Bei der „Symphonie der Sitzplatzwahl“ werden die Sitzplätze in der U-Bahn verschiedenen Instrumenten zugeordnet. Je nach dem wieviele Fahrgäste ein- und aussteigen und wo sie sich hinsetzten, verändert sich die Musik. Der Streckenverlauf von Wittenau bis Hermannstraße wird so akustisch wiedergegeben.

Körpersprache im öffentlichen Raum

Erving Goffman schreibt viel über die Körpersprache von Menschen im öffentlichen Raum. Um seine Thesen zu überprüfen, haben wir die Fahrgäste in der U-Bahn beobachtet und ihre Gestik zeichnerisch und fotografisch dokumentiert.

Sitzplatzwahl

Für die Wahl der Sitzplätze haben wir besonders viele Visualisierungsvarianten ausprobiert. Unter anderem die hier abgebildete mit Eierbechern.

11. August 2017

Money in Pop

Ständig geht es um Geld. Bei Geld endet die Freundschaft, Zeit ist Geld und Geld regiert die Welt. Natürlich spielt Geld daher auch eine große Rolle in Film, Musik und Kunst. In der Popkultur wird Geld besonders häufig gewürdigt und beeinflusst unsere Wahrnehmung. 

Von den 1950er Jahren bis heute tauchen einige Motive immer wieder auf, wie zum Beispiel die typische Liebesgeschichte, in der arm und reich aufeinandertreffen, die Gangstergeschichten, in denen für Geld getötet wird oder die zahlreichen Bankraubgeschichten, in denen man mit den Ganoven sympathisiert, ohne Mitleid mit den Bestohlenen zu haben. Mit der Popart beginnt die ikonischen Darstellung von Geld in der Kunst. Ende der 80er Jahren entwickelt sich ein neues Sub­genre im Hip-Hop, das „Bling-Bling“,  bei dem um die fetischartige Zurschaustellung von Geld und Luxus geht – ein Phänomen, das bis heute andauert. All diese ­Motive lassen Rückschlüsse auf unsere Wünsche, Werte und Denkweisen zu oder formen diese sogar.

Sose15_MoneyinPop_Synchronopse_reprocover_2400

Dieses Buch ist eine persönliche Sammlung von filmischen Darstellungen, Songtexten, Zitaten und künstlerischen Positionen zum Thema Geld. Es versucht ein möglichst umfassendes und vollständiges Bild von den Anfängen der Popkultur bis heute zu schaffen. Durch die synchronoptische Darstellung der einzelnen Kategorien mit historischen Ereignissen sollen mögliche Zusammenhänge erkennbar werden. 

Bei der Recherche haben wir Filme, Musik und Kunst ausgewählt, die zu ihrer Entstehungszeit sehr populär waren oder heute Kultstatus besitzen. Aus den Songtexten sind zum Teil nur prägnante Auszüge ausgewählt worden. Die Schriften sind in den jeweiligen Jahrzehnten entstanden. Die Größe und damit die Wichtigkeit der einzelnen Beiträge sind persönlich gewichtet.

15. August 2017

Diplom

Vera Albers
Lisette Berndt
Marlene Bücker
Valeria Gordeew
Moritz Greiner-Petter
Clemens Jahn
Stefanie Kolb
Inga Langkay
Max Mondon
Ferdinand Ulrich
Martin Wecke

Master

Stephanie Brenner
Patricia Doleschel
Paula Ellguth
Marjam Fels
Saskia Friedrich
Camila Gonzalez Benöhr
Katrin Gruber
Sarah Hasenmaile
Tanja Kapahnke
Isabel Kronenberger
Katharina Lüth
Dennis Michaelis
Corinna Northe
Olivia Von Pilgrim
Jens Remes
Julia Schubert
Katharina Schwarz
Ferdinand Weigel
Hendrik Wittenmeier

Bachelor

Katinka Bach-Sudendorf
Paula Ellguth
Sonja-Johanna Erb
Feller Lina-Trixi
Tong Feng
Dora Ferenczy
Marius Förster
Julie Frieß
Giogoli Léon
Lea Hellwig
Miriam Kadel
Philipp Koller
Irina Koscheleva
Theresia Kimmel
Kronenberger Isabel
Lizzy Onck
Camila Peralta
Von Pilgrim Olivia
Preusse Robert
Rau Stefanie
Philipp Schäfer
Simon Schindele
Simon Steinberger
Katharina Schwarz
Elena Timoschenko
Nadia Zeissig
Young Kim Sam

4. Mai 2017

Getauscht

Inspiriert von Kyle MacDonald, einem kanadischen Blogger, der es schaffte, eine Büroklammer bis zum Haus zu tauschen, setzten wir uns mit dem Thema »tauschen« auseinander.   Die Ausgangsobjekte unserer Tausch­experimente waren billige Bleistifte, die wir auf unterschiedlichste Art und Weise inszenierten, um ihren Wert zu erhöhen und andere Objekte damit ertauschen zu können.  Uns interessierte dabei, welche Gegenstände wir durch Tausch gegen diese beinahe wertlosen Stifte erhal­ten würden und welche Faktoren das Tauschverhalten be­einflussen.

Teilweise wären unsere Tauschpartner bereit gewesen, bis zu zehn Euro für unseren (aufwendig in Szene gesetzten) Bleistift zu bezahlen. Wir akzeptierten jedoch kein Geld und wollten stattdessen herausfinden, was für Objekte aus ihrem Inventar die Versuchsteilnehmer eintauschen würden.

Inszenierung

Neben den Objekten interessiert uns auch, welche Gründe die Leute dazu bewegen, mit uns zu tauschen und vor allem, wie sich die Reaktion der Leute mit der Präsentationsform verändert. Bekommen wir mehr für einen Bleistift mit einem Zertifikat oder wenn wir eine koreanische Verpackung gestalten und vorgeben, es handle sich um besondere Bleistifte aus Korea? Durch den sich verändernden Experimentaufbau wollen wir möglichst unterschiedliche Tauscherfahrungen sammeln.

17. Februar 2016

– 35.820 €

Über die letzten Jahrzehnte hat sich in unserer Gesellschaft eine Schuldenkultur aufgebaut, die sich über Landesgrenzen und Kulturkreise hinwegsetzt.

Von Staatsschulden über private Schulden bis hin zu ­moralischen Schulden lässt sich dieses Themenfeld auf die einzelnen Personen oder auf die breite Masse anwenden. Das Projekt ist Ergebnis eines subjektiven Selbstversuchs, bei dem eine Auseinandersetzung auf ganz persönlicher Ebene stattfand. Warum und wie schnell verschuldet man sich? Welche Gefühle entstehen, wenn wir Schulden machen? Diese und ähnliche Fragen werden thematisiert. Mit Hilfe von experimentellen Untersuchungen, Umfragen und Interviews entstand eine umfangreiche Datensammlung, die ­einen neuen Blick zu dem Thema Schulden ermöglicht.

SoSe15_Geld_Werkzeug

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22. August 2017

Kunst auf dem Campus

Bei der Analyse des Ortes und seiner Benutzer wurde zunächst festgestellt, dass der Campus nicht als solcher wahrgenommen wird. Ihm fehlt eine Identität, was unter Anderem seiner Unübersichtlichkeit geschuldet ist. Unsere gestalterische Lösung weist auf das kreative Milieu des Campus hin, welches vor Ort nicht nur durch die Universität der Künste sondern auch die Technische Universität entsteht. Um die Mischung zwischen Kunst, Kultur und Universität besser zu kommunizieren, Identität zu stiften und den Campus zu einem emotionalen Erlebnis zu machen, wurden zwei Konzepte entwickelt.

Konzept 1 – Kunst auf dem Campus

Über den Campus verteilt, findet sich eine große Anzahl an Skulpturen, welche sich in einem verwachsenen, unrestaurierten Zustand befinden. Ebenso wie der Campus verdienen die Skulpturen neue Aufmerksamkeit und könnten als Kunst im öffentlichen Raum dazu beitragen, Interesse zu wecken und auch Flaneure und Touristen einzuladen, den Campus zu entdecken.

Die Skulpturen könnten verhüllt und mit unterschiedlichen Informationen zu dem jeweiligen Kunstwerk und dem Enthüllungsdatum beschriftet werden. Die Enthüllung der Skulpturen stellt ein identitätsstiftendes Event für den Campus Charlottenburg dar.

Konzept 2 – Leiten und Inspirieren

Ergänzend zum ersten Konzept geht es hier darum den Bedürfnissen der StudentInnen und MitarbeiterInnen des Campus gerecht zu werden und sie durch das unübersichtliche Areal zu leiten. Eine Übersichtskarte ist wesentlicher Bestandteil des Leitsystems. Verortet sind hier einerseits die Gebäude mit den dazugehörigen Studienangeboten. Außerdem wird auf Skulpturen und Denkmäler hingewiesen sowie auf andere öffentlich zugängliche kulturelle Repräsentanten der Universitäten.

23. November 2017

Wintersemester 2017/18

Bachelor
 

Lunia D’Ambrosio
Julie Heumüller
Olivier Hoffmann
Judith Holly
Ronja Lang
Floris Morlok
Elsa Müller
Lara Nelke
Anna Osterberg
Cecilie Parra
Julia Reimann
Ana Maria Sales Prado
Miriam Schenkirz
Nadya Shikalova
J. Schmidt
Catharina Sonnenberg
Robyn Steffen
Alix Cora Stria
Irene Szankowsky
Adrian Terzic
Cécile Vexler
Roxy Zeiher

Master
Doreen Baldauf-Uhlmann
Aleksandra Bespalova
Gabriela Kapfer
Edgar Ludert
Nadia Zeissig

11. August 2017

Sommersemester 2016

Bachelor
 

Björn Giesecke
Olivier Hoffmann
Judith Holly
Lizzy Onck
Johannes Schmoll
Katharina Schwarz
Catharina Sonnenberg
Sophia Tai
Elena Timoschenko
Nadja Zeissig
Sonja-Johanna Erb
Julie Frieß
Lea Hellwig
Irina Koscheleva
Camila Peralta
Philipp Schäfer
Young Sam Kim
Miriam Kadel

Master
Paula Ellguth
Marjam Fels
Katharina Lüth
Hendrik Wittenmeier

9. August 2017

Sommersemester 2017

Bachelor
 

Emily Craske
Jil Gielessen
Helena Heinecker
Christopher Höhn
Olivier Hoffmann
Judith Holly
Jonas Huckstorf
Hinako Miyazaki
Tereza Mundilová
Cecilie Parra
Christian Pauling
Katica Pejic
Julia Reimann
Ana Maria Sales Prado
Miriam Schenkirz
J. Schmidt
Piet Schmidt
Johannes Schmoll
Elana Levin Schtulberg
Catharina Sonnenberg
Alix Cora Stria
Elena Timoschenko

Master
Patricia Doleschel
Sarah Hasenmaile
Katharina Schwarz
Ferdinand Weigel

11. August 2017

Richtlinie Wohnen

 

Ausgangspunkt des Projektes sind sieben institutionelle Einrichtungen und ihre jeweiligen Wohnvorschriften: ein Studentenwohnheim, ein Asylbewerberheim, eine Haftanstalt, ein Krankenhaus, ein Behindertenheim, ein Pflegeheim und eine Psychiatrie.

In allen Fällen ist der Wohnraum teilweise vorgegeben und angepasst.Das Ergebnis des Projektes ist ein Buch, in dem die Gesetze, Regeln und Richtlinien des Wohnens visualisiert und kategorisiert sind.

Um einen Überblick der verschiedenen Institutionen zu erlangen, erfolgte eine visuelle Recherche, bei der sich erste Unterschiede und Gemeinsamkeiten zeigten. Zu dem Inventar gehört stets ein Bett und ein Tisch mit Stuhl. Im nächsten Schritt folgte eine Visualisierung der unterschiedlichen Wohnsituationen, bei der Neufferts Bauentwurfslehre, sowie Otto Neuraths Neubauwelten wegweisend waren. Damit ein Gefühl für die Raumverhältnisse aufkommt, wurden die Flächengrößen und das gegebene Inventar in standartisierten Raumzeichnungen zusammengefügt.

 

Aus der Bestandsaufnahme ist eine Publikation entstanden, in der die Gesetze, Regeln und Richtlinien visualisiert und kategorisiert sind. Die Publikation »Richtlinie Wohnen« teilt sich in vier Teile auf. Im ersten Teil sind ausgewählte Stellvertreter der Bildrecherche zu sehen. Sie zeigen das stereotypische Klischee der einzelnen Institutionen. Im zweiten Teil sind Texte der inhaltlichen Recherche zusammengefasst. Die Kerninformation wird im dritten Faktenteil stark reduziert zusammengefasst. Die Visualisierung, der vierte Teil, streckt sich über sechs Kategorien. In einem Index befinden sich alle verwendeten Codes und der Schlüssel zur Auflösung.

7. August 2017

20|16|12|08

In Zeiten der Wohnraumverknappung und fortschreitenden Urbanisierung, gewinnt das Thema des ökonomischen Wohnens auf kleinem Raum zunehmend an Bedeutung. Wie viel Platz braucht ein Mensch? Verhalten sich Menschen anders, wenn sie auf engem Raum zusammenleben? Welche Möbel und Gegenstände sind unabdingbar?

Aus diesen und weiteren Fragen heraus entwickelten wir eine Versuchsanordnung: Zwölf Tage wohnten wir zu dritt in einem Raum, der mit einer kleinen, von uns zuvor definierten Anzahl von Gegenständen ausgestattet war. Alle drei Tage verkleinerten wir unseren Wohnraum um jeweils vier Quadratmeter, woraus sich schließlich vier verschiedene Raumgrößen von 20, 16, 12 und 8 Quadratmetern ergaben.

Wir entwickelten ein präzises Protokoll, das stündlich viele Einzelheiten des Wohnexperiments erfasste: Aktivitäten, benutzte Gegenstände, Stimmung, ­Aufenthaltsort und -dauer. Außerdem dokumentierten wir die Situation fotografisch.

Die gesammelten Daten wurden in Form von zwölf Plakaten, jeweils eines für jeden Tag, festgehalten. Ausgewählte Informationen aus den Protokollen überlagern sich in acht Ebenen.

15. August 2017

Zwei

Freundschaft – Jeder kennt diese Form der sozialen Bindung, die sich in gemeinschaftlichem Tun und der Orientierung an bestimmten Standards manifestiert. Zweifelsohne gibt es eine Reihe von Faktoren, die zwei Menschen zu Freunden werden lassen. Doch welche Kriterien gelten für die Freundschaft? Welche Bereiche sind maßgeblich, welche optional? Was macht Freundschaft authentisch?

Zu Beginn des Projektes, erfolgte zunächst eine ausführliche Recherche. Dann wurden zentrale, relevant erscheinende Kernqualitäten echter Freundschaft bestimmt und auf deren Grundlage die Struktur eines Experiments entwickelt. Mit sechs Freundespaaren verschiedener Generationen wurden qualitative Interviews und interaktive Tests durchgeführt um herauszufinden, was das Wahre, das Unmittelbare, das Ursprüngliche in einer Freundschaft ausmacht. Zu Beginn ging es darum, mittels Formularen, Informationen über die einzelnen Personen und ihre Prioritäten einzuholen. Im zweiten Schritt wurde überprüft, wie die Probanden die gemeinsame Freundschaft beurteilen und wahrnehmen. Mittels visueller, auditiver, haptischer und olfaktorischer Tests versuchten wir mehr über die Assoziationen zu Freundschaft zu erfahren und herauszufinden, wie individuell sie erlebt wird. Zum Abschluss des Experiments wurden die Paare gemeinsam mit einem festen Katalog an Fragen interviewt.

 

Nach Beendigung der Testphase wurden die Ergebnisse zunächst archiviert und grafisch aufbereitet. Diverse Visualisierungsmethoden wurden angewendet um Trends und Tendenzen erkennen zu können. Schließlich wurden die Testergebnisse in einem Buch zusammengefasst, das durch die Wahl der Materialien und die typografische Gestaltung als Objekt für die wahre Freundschaft steht.

4. Mai 2017

Liegen, Sitzen und Stehen

Das Bewegungsverhalten variiert zwischen den Kulturen, ist eine Frage des Berufs, des Geschlechts und des Alters. Und wie die Mimik, ist die Körperhaltung eines Menschen ein Spiegel seiner Emotionen.   Das Projekt beschäftigt sich mit verschiedenen Methoden zur Erfassung von Bewegungssituationen. Zunächst erfolgte die Betrachtung von Bewegungsmustern in verschiedenen Kulturen, die je nach Ort und Situation differieren. Damit verbunden war die Analyse der Beziehungen zwischen Mensch, Raum und Objekt in verschiedenen Konstellationen.

Bewegungsstudien

Es wurde ein Fragebogen konzipiert, um die Wahrnehmung verschiedener Personen zu dem Thema zu erfragen. Verschiedene Körper­haltungen, die beim Übergang ­zwischen Liegen, Sitzen und Stehen einge­nommen werden, wurden fotografisch dokumentiert. Zuletzt erfolgte die Beschäftigung mit verschiedenen Darstellungsmethoden von Bewegung.

Publikation

In der abschließenden Publikation werden 150 Körperhaltungen analysiert.

2. November 2017

Dox.is

Dox.is ist eine Webapp, welche entwickelt wurde um den ständigen Fluss von Informationen durch eine automatisierte Analyse verarbeiten zu können und somit einen Zugang zur Big Data zu schaffen. Durch das schaffen einer Interaktiven Oberfläche wird der Betrachter zum Benutzer gemacht; Eine Möglichkeit eine mediale Öffentlichkeit zu visualisieren und so mit experimenteller Herangehensweise dem Nutzer mit Mitteln der Informationsgestaltung eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema zu ermöglichen. Das Format bietet auch die Möglichkeit sich ständig zu aktualisieren und kann sich so als ein Hilfsmittel der Medienanalye etablieren.

Plakate_Dox.is

Die WebApp besteht aus 3 Ebenen, die als Zoomstufen funktionieren und somit sowohl einen Einblick als auch Überblick ermöglichen. Ausgangspunkt ist ein Online-Artikel, der nach der Analyse im Dox.is-Systhem verzeichnet und in allen 3 Stufen zu finden ist.

15. August 2017

Die soziale Frage der Demokratie

 

Die aktive Teilnahme am politischen Leben ist in unserer Gesellschaft stark von der sozialen Schicht abhängig: Menschen mit niedrigem Bildungs­ab­schluss oder Geringverdiener be­teili­gen sich deutlich weniger an demo­kratischen Prozessen als Hoch­­schul­­ab­solventen mit gutem Einkommen. Dies gilt sowohl für die Beteiligung an Wahlen, als auch für Parteimitgliedschaften oder die Teilnahme an Demonstrationen und Petitionen.

Vor dem Hintergrund des politischen Ideals der Demokratie, das die gleiche Berücksich­tigung aller Gesellschaftsmitglieder fordert, ist dieser Zustand besorgniserregend. Der enge Zu­sammenhang von sozialem Status und politischer Teilhabe untergräbt lang­fristig die Legitimität demokratischen Regierens.

Um dieses komplexe Thema jedem zugänglich zu machen, haben wir eine Stop-Motion-­Animation erstellt, die mit einfachen bildstatistischen Mittel arbeitet. Der Film soll Menschen aller Altersgruppen und Bildungsschichten einen Zugang zu diesem wichtigen Thema ermöglichen.

 

10. August 2017

Erika

Thema dieses Projektes ist die fiktive Person der Erika Mustermann, die in Deutschland in Dokumentvorlagen als Platzhalter eingesetzt wird. Der dort angegebene Geburtstag (12.8.1964) und -ort (München) dienen als Anhaltspunkte für die Suche nach der »wahren« Erika – der statistischen Durchschnittsdeutschen. Aus Studien, Befragungen und Erhebungen rekon­struieren wir ihre Wohnsituation, ihr Einkommen, ihre Familienverhältnisse, ihr persön­liches Glücksempfinden.

Die entstandene statistische Narration soll als Film einfach und ohne Vorkenntnisse zugänglich sein. Im surrealen Ton der Computerstimme wird Erikas seltsam vertraute Geschichte erzählt. Die Bilder sind ein Zusammenschnitt aus historischen Privatvideos, Aufnahmen, wie sie fast jeder aus der eigenen Familie kennt.

Durch die Zusammenstellung der Filmausschnitte wird ihnen ihr indivi­dueller Charakter genommen, und sie werden zu einer Gesamtschau des Lebens der Durchschnittsdeutschen verdichtet.

Zusätzlich zum Film gibt es eine Doku­mentation, in der der Begleittext des Films aufgeschlüsselt wird. Die Lebens­­geschichte Erikas wird so Satz für Satz statistisch »nachgewiesen«. Durch das Beifügen der jeweiligen Original­studien gibt es zudem die Möglichkeit, rechts und links der Daten Erikas zu stöbern.

Der Wert des Zufalls

Auf einem Flohmarktstand verkauften wir 100 »Zufälle« in Kisten. Die Käufer wussten nicht, welche Kiste sie bekommen und was sie darin erwartet. Die »Zufälle« waren dabei höchst unter­schiedlicher Natur: obskure Gegenstände, Handlungsanweisungen, Ausschnitte von Landkarten und vieles mehr. Was ihnen der gekaufte Zufall wert ist, konnten die Käufer im Anschluss selbst bestimmen. Alle wurden dazu aufge­fordert, uns später per E-Mail zu berichten, welche Ereignisse von diesem Zufallskauf angestoßen wurden.

Zufallsgeschichten

Die entstandenen Zufallsgeschichten haben wir in einem offenen Ordnungssystem aus Briefumschlägen zusammengetragen. Auf der Vorder­seite der Umschläge ist jeweils der Zufallsgegenstand abgebildet. Durch das leicht transparente Material des Umschlags scheint die Geschichte, die buchstäblich »hinter dem Gegenstand« liegt. Ein Steckbrief auf der Rückseite des Umschlages gibt Aufschluss über die Daten, die während des »Zufallskaufs« erhoben wurden.

22. August 2017

HfS Ernst Busch

Die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch zieht um. Derzeit ist sie neben dem Hauptstandort in Berlin Schöneweide noch an drei weiteren Standorten in Berlin Prenzlauer Berg, Wedding und Lichtenberg vertreten. Nach einem Beschluss der Berliner Senatsverwaltung im Juni 2009 soll die Hochschule für Schauspielkunst künftig einen zentralen Standort in der Zinnowitzer Straße in Mitte erhalten. Dort werden alle Studiengänge unter einem Dach vereint sein. Unsere Aufgabe war es, analytisch, konzeptionell und gestalterisch Ansätze für eine grafische Sprache dieses Gebäudes zu entwickeln.

HfS Grotesk

Ausgangslage für dieses Konzept ist die formale und inhaltliche Auseinandersetzung mit der Gebäudearchitektur im Zusammenhang mit dem Charakter der Hochschule. Erstere ist gekennzeichnet durch einen großzügigen Schnitt und starke geometrische Formen. Diese klare Architektur steht im Kontrast zu dem sehr bewegten und wandelbaren Gesicht der Institution. Auf Basis dieser Überlegungen kamen wir zu dem Schluss, dass unser Entwurf sowohl optisch als auch inhaltlich eine Verbindung zwischen »Außen und Innen« herstellen soll.

In ihrer Anwendung funktioniert die HfS Grotesk als eigenständiger Körper im Raum, schmiegt sich an die Wände an, schlängelt sich um die Ecke und verändert aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet ihre Gestalt.

Vorbild – Abbild

Alle Studierenden der Hochschule für Schauspielkunst begegnen in ihrer Studienzeit Vorbildern, mit denen sie sich auseinandersetzen, an denen sie sich, ihre Entwicklung, auch ihre Präsentation orientieren. In einem gewissen Sinne entsteht auf diese Weise das Abbild aus einem Vorbild. Ein Abbild erscheint als Umsetzung, Übersetzung oder gar Abstraktion und entsteht idealerweise in Interpretation eines Vorbildes. So inszeniert der Regisseur etwa ein Literaturstück, nimmt dieses als Vorbild, bringt es als lebendige Aufführung auf eine Bühne und schafft damit ein individuell geprägtes Abbild. Der Schauspieler kreiert aus einer Rolle, einer Textvorgabe einen Charakter, erfüllt sie mit Leben. Auch der Tänzer interpretiert ein Vorbild, indem er Musik in choreografierte Bewegung umsetzt. Es entstehen stets zwei Seiten oder Sichtmöglichkeiten im Spannungsfeld zwischen Vorbild und Abbild, die einen weiten Raum für eigene Interpretationen eröffnen: Sein und Schein, Ernst und Spiel, Wirklichkeit und Inszenierung, Denotat und Konnotat Die Begrifflichkeiten können die Seite wechseln, miteinander verschmelzen und Betrachter in dieser Transformation herausfordern.

15. August 2017

Subjektive Zeitwahrnehmung

Die Zeit scheint in manchen Situationen wie im Flug zu vergehen. Es gibt aber auch Umstände, in denen sie schlicht stillzustehen scheint. Das Phänomen der unterschiedlichen Zeitempfinden, der Langeweile und Kurzweile, wollen wir in unserem Projekt untersuchen. Es existieren sowohl innere als auch äußere Einflüsse, die auf das zeitliche Empfinden Einfluss nehmen. Kinder nehmen die Zeit anders wahr als Erwachsene. Die Geschwindigkeit der Reizübertragung der Sinnessysteme ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, ihre Effizienz definiert den individuellen zeitlichen Rhythmus. Der Tag- Nachtrhythmus wiederum gibt die grundsätzliche zeitliche Orientierung vor. Aus einem Gemisch verschiedener Einflüsse entsteht die subjektive Zeitwahrnehmung.

Wir fragen uns also, welche Faktoren in diesem Zusammenhang ausschlaggebend für die Entstehung von Langeweile und Kurzweile sind und untersuchen die subjektive Zeitwahrnehmung in drei Schritten. In einer ersten Versuchsreihe sollen 52 Versuchspersonen, die schalldichte Kopfhörer tragen, eine Minute abschätzen, 52 weitere Personen sollen die Minute abschätzen, während sie Musik hören.

Die gesamte Untersuchung wird in Form eines Buches und eines Films dokumentiert. Das Buch in ist drei Kategorien unterteilt: Auf einen Theorieteil und eine anschließende Beschreibung der Experimente folgen schliesslich Variationen der Visualisierung der Testergebnisse.

 

Der Film beginnt mit einer Animation, die eine Einführung in die Theorie des menschlichen Zeiterlebens gibt. Die darauf folgenden Realaufnahmen, die während der drei Versuchsreihen gemacht wurden, fassen die Ergebnisse zusammen und stellen das deutlich unterschiedliche Zeitempfinden der Probanden unter den jeweiligen Versuchsbedingungen visuell heraus.

9. August 2017

Wintersemester 2014/15

Bachelor
Katinka Bach-Sudendorf
Paula Ellguth
Sonja Johanna Erb
Lina-Trixi Feller
Dora Ferenczy
Julie Frieß
Juan Pablo García Sossa
Lea Hellwig
Young Sam Kim
Theresia Kimmel
Julius Klaus
Philipp Koller
Irina Koscheleva
Camila Peralta
Ana Maria Sales Prade
Simon Schindele
Jo Anna-Flavia Schmidt
Pia Steidl
Elena Timoschenko
Nadia Zeissig

Master
Tobias Aigner
Camila Gonzales Benöhr
Isabel Kronenberger
Olivia von Pilgrim
Philipp Schäfer
Julia Schubert
Hendrik Wittemeier

Diplom
Wanda Proft

8. Februar 2016

Sommersemester 2015

Bachelor
Katinka Bach-Sudendorf
Paula Ellguth
Sonja Johanna Erb
Lina-Trixi Feller
Dora Ferenczy
Julie Frieß
Juan Pablo García Sossa
Lea Hellwig
Young Sam Kim
Theresia Kimmel
Julius Klaus
Philipp Koller
Irina Koscheleva
Camila Peralta
Ana Maria Sales Prade
Simon Schindele
J. Schmidt
Pia Steidl
Elena Timoschenko
Nadia Zeissig

Master
Tobias Aigner
Isabel Kronenberger
Philipp Schäfer
Julia Schubert
Hendrik Wittemeier

Diplom
Wanda Proft

Wintersemester 2015/16

Bachelor
 

Lunia D’Ambrosio
Patricia Doleschel
Sonja-Johanna Erb
Trixi Feller
Julie Frieß
Björn Giesecke
Sarah Hasenmaile
Julie Heumüller
Olivier Hoffmann
Judith Holly
Miriam Kadel
Julius Klaus
Alexandra Koch
Philipp Koller
Irina Koscheleva
Lizzy Onck
Ana Maria Sales Prado
Philipp Schäfer
Simon Schindele
J. Schmidt
Johannes Schmoll
Katharina Schwarz
Catharina Sonnenberg
Simon Steinberger
Elena Timoschenko
Camila Peralta
Ronja Polzin
Young Kim Sam
Roxanne Zeiher

Master
Paula Ellguth
Marjam Fels
Isabel Kronberger
Katharina Lüth
Julia Schubert
Hendrik Wittenmeier

9. August 2017

Wintersemester 2016/17

Bachelor
Jil Gielessen
Jonas Huckstorf
Mocek Jiri
Cecilie Parra
Julia Reimann
Miriam Schenkirz
Alix Cora Stria
Axel Vagnard
Olivier Hoffmann
Christopher Höhn
Judith Holly
Philipp Lange
Tereza Mundilová
Christian Pauling
Ana Maria Sales Prado
Johannes Schmoll
Catharina Sonnenberg
Pauline Wiersema
Helena Heinecker
Matteo Campostrini
Carmen Reina
Zsofia Elek
Lizzy Onck
Elena Timoschenko
Nadia Zeissig

Master
Patricia Doleschel
Sarah Hasenmaile
Katharina Schwarz
Ferdinand Weigel

27. Juli 2013

Ausstellung zum Rundgang 2013


Bachelor

Olivia von Pilgrim setzte sich mit dem Buch „Fragmente einer Sprache der Liebe“ von dem französischen Philosophen und Schriftsteller Roland Barthes auseinander. Es entstand eine Sammlung des visuellen Vokabulars der Darstellung der Liebe.

Diplom

Inga Langkay beschäftigt sich in ihrem Diplom »33406_408936610492_478426_n.jpg« mit Erinnerung und der Frage in wie fern sich unsere Gegenwart durch die Vergangenheit gestaltet wird. In Ihrer Arbeit dienen Fotos als Fragmente der eigenen, sowohl als auch der fremden Erinnerungen.

6. Juni 2013

Beziehungsweisen 08: Michael Pichler

 

Am Dienstag hielt Michael Pichler einen Vortrag über seine Arbeit bei Meiré & Meiré. Es wurden Projekte aus den Bereichen Editorial, Installation, Interaction und Animation präsentiert. Ausserdem gab er uns einen vertieften Einblick in den Prozess zum Redesign für die Neue Zürcher Zeitung, sowie über das Kulturprojekt Revolving Realities von Dornbracht.

31. Mai 2013

Buchbinde-Workshop

Letzte Woche fand in der Klasse ein Buchbinde-Workshop statt. Entstanden sind fadengebundene Skizzenbücher mit Hardcover.

Beziehungsweisen

Am Dienstag, den 04. Juni um 18:30 Uhr wird ein weiterer Vortrag der Reihe »Beziehungsweisen« stattfinden. Michael Pichler, Kreativdirektor bei »Meiré und Meiré« wird uns einen Einblick in seine Arbeitsweisen und Gestaltungsprozesse geben.

16. Mai 2013

Zwischenpräsentation

Am Dienstag wurde der aktuelle Stand der vierzehn unterschiedlichen Projekte vorgestellt. Zur Zwischenpräsentation wurde die konkrete Projektidee formuliert und die Recherchenphase abgeschlossen. Im weiteren Projektverlauf wird sich die Klasse mit der praktischen Umsetzung und der Wahl des Mediums auseinander setzen.

 

14. Mai 2013

Diplom

Heute fand die Diplomprüfung von Marlene Bücker statt. Sie hat sich mit den Theorie-Themen Warenkunde und Wohnberatung im geschichtlichen Kontext auseinander gesetzt. Die praktische Arbeit zum Thema Werkbundkiste, wurde in Rahmen eines modularisierten Ausstellungskonzeptes als Modell umgesetzt.

9. Mai 2013

Beziehungsweisen 07: Julia Laub

Julia Laub hat uns letzte Woche Auftragsarbeiten aus ihrem Studio Onformativ präsentiert. Mit Projekten wie beispielsweise der interaktiven Performance des »Cyper-Illusionisten« Marco Tempest, der mit Handbewegungen in Realzeit mit dem Programm interagieren konnte. Ausserdem bot Sie uns einen technischen Einblick in die Projektphasen von Installationen und Animationen für Kunden wie Nike oder Audi.

24. April 2013

Beziehungsweisen

Dieses Semester wird die Vortragsreihe »Beziehungsweisen« fortgesetzt. Julia Laub, Co-Gründerin des Design Studios Onformativ und Co-Autorin des Buches »Generative Gestaltung«, gibt uns einen Einblick in das gleichnamige Thema und in die Anwendungsgebiete von codebasiertem Design.
Die Veranstaltung findet am 30. April um 18.30 in Raum 204 statt.

18. April 2013

Semesterstart

Das Sommersemester ist den Studierenden der Klasse Visuelle Systeme thematisch freigestellt. Alternativ zum allgemeinen »Carte Blanche«, arbeitet eine Gruppe am neuen Erscheinungsbild der Karl Hofer Gesellschaft. Unterstützt wird Prof. Skopec vom künstlerischen Mitarbeiter, Michael Heimann, Mitgründer des Berliner Grafik Design Studios »Heimann und Schwantes«. Mit dem Kurs »Methodenlabor«, gibt er einen praxisorientierten Einblick in die verschiedenen Prozessphasen der Buch und Ausstellungsgestaltung. Der Schwerpunkt liegt in der Dokumentation der Arbeiten des aktuellen und des vergangenen Semesters.

8. Januar 2013

Zwischenpräsentation

Zur Zwischenpräsentation des Wintersemesters 2012/13 stellten die einzelnen Projektgruppe ihren aktuellen Stand vor. Hierzu durften wir ein weiteres Mal Dr. Marc Helbing, Sebastian Boedecker und Dr. Roland Habich vom WZB begrüßen, die ihr Feedback zu den einzelnen Projekten gaben.
Besonders die Rolle des Gestalters als Vermittler zwischen wissenschaftlichen Inhalten und verständlicher Informationsgestaltung wird mit unterschiedlichen
Medien ausgelotet.
4. Dezember 2012

Diplome

Gestern fanden die Diplomprüfungen von Vera Albers und Moritz Greiner-Petter statt. Moritz Greiner-Petters Diplom »Precise Ambiguities« befasst sich mit dem Themenkomplex Ordnung–Unordnung–Chaos und hinterfragt vermeintlich wirksame Ordnungsvorstellungen. Die Umsetzung erfolgte anhand von exemplarischen Erfindungen, die den Begriff der intendierten Unschärfe veranschaulichen.

Vera Albers befasst sich in ihrer Diplomarbeit »Visueller Klang« mit einer visuellen Sprache zur Sichtbarmachung von Musikstücken am Beispiel des Albums Teuptz von Edward.

 

26. November 2012

Leipzig

Am Donnerstag waren wir in Leipzig an der Hochschule für Grafik und Buchkunst auf dem Kolloquium zum Wettbewerb.

Joachim Krause sprach über Otto Neurath und die Entwicklung der Informationsgestaltung und Philipp Paulsen und Britt Schlehahn stellten das Leipziger Kriegwirtschaftsmuseum vor. Prof David Skopec schlug den Bogen und bezog Position zur Frage »Wie aktuell ist Otto Neurath heute?«. Nicolas Bourquin und Nina Bender stellten nacheinander Arbeiten aus ihren Studios vor, um einen Einblick in die Praxis des Informationsdesigns heute zu geben. Christian Hanewinkel schließlich stellte die Sicht eines Geografen auf die aktuelle Lage vor.

 

12. Juli 2012

Rundgang UdK




Am kommenden Freitag bis zum Sonntag kann man die Ergebnisse ausführlich zum offiziellen Rundgang der UdK Berlin in der Grunewaldstraße 2-5 bestaunen.

4. Juni 2012

Beziehungsweisen 06: Claudius Gehr und Jürgen Mayer H.


Der Dokumentarfilmer Claudius Gehr hat den Architekten Jürgen Mayer H. zehn Jahre lang mit der Kamera begleitet um Architekt und Architektur zu porträtieren. Diesen Film hat Claudius Gehr im Rahmen unserer Veranstaltung vorgestellt. Beide haben ihre unterschiedlichen Standpunkte zum Film bezogen und uns einen offenen Einblick in diesen Entstehungsprozess ermöglicht.

8. Mai 2012

Beziehungsweisen 05: Ole Häntzschel und Matthias Stolz


Ole Häntzschel und Matthias Stolz stellten ihre gemeinsame Arbeit für das ZEITmagazin vor. Außerdem präsentierten sie ihre beiden Bücher »Die große Jahresschau. Alles, was 2010 wichtig wird« und »Stolz‘ und Häntzschels Welt der Informationen: 105 Grafiken, die einfach alles erklären«.
Matthias Stolz ist Redakteur beim ZEITmagazin und gemeinsam mit dem Grafiker Ole Häntzschel entsteht jede Woche eine Deutschlandkarte, die humorvoll Fakten über Deutschland illustriert. In den beiden Büchern findet man dementsprechend eine ganze Sammlung illustrativer Infografiken.

8. Februar 2012

Beziehungsweisen 04: Jürgen Späth von Projekttriangle Design Studio

In dieser Woche hat Jürgen Späth, Gründer und Partner von Projekttriangle sowie Professor des Studienschwerpunkts Interaction Design an der Zürcher Hochschule der Künste, in unserer Reihe »Beziehungsweisen« Auftragsarbeiten seines Designstudios vorgestellt. In seinem Vortrag präsentierte Jürgen Späth Interaktionsformen mit dynamischen Medien und neuen Navigationen; abstrakte Vorgänge wurden beispielsweise anhand eines interaktiven Multitouch-Medientisches und eines Human Machine Interface organisiert und benutzergerecht umgesetzt. Da sich das Büro zudem im Feld Information Design spezialisiert, um komplexe Zusammenhänge und Informationsbestände verständlich zu machen und strukturell aufzubereiten zeigte Späth darüber hinaus Projekte aus den Arbeitsgebieten Editorial Design, Corporate Design sowie Kommunikation im Raum.

 

14. Dezember 2011

Beziehungsweisen 03: Michael Heimann und Hendrik Schwantes

Im Anschluss an unsere Zwischenpräsentationen hat das Designbüro Heimann und Schwantes in unserer Veranstaltungsreihe »Beziehungsweisen« einen Vortrag über einige ihrer Buchprojekte gehalten. In ihrem 2007 in Berlin gegründeten Designbüro spezialisieren sich Michael Heimann und Hendrik Schwantes auf Konzeption und Entwurf komplexer Kommunikationsmedien, die in ihrer künstlerischen und handwerklichen Form einzigartig sind. Sie gestalten Kataloge für Künstler wie Olafur Eliasson, Katharina Grosse und Anselm Reyle. Im Vortrag »ohne Titel, 2008–« stellten Heimann und Schwantes aufwendig produzierte Publikationen vor, und erzählten von der Zusammenarbeit mit ihren Auftraggebern.


21. November 2011

Beziehungsweisen 02: Philipp Meuser und Nicole Wolf von DOM publishers

 

Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe Beziehungsweisen besuchte uns der Architekt und Verleger Philipp Meuser sowie seine Grafikerin Nicole Wolf. In ihrem Vortrag erläuterten die beiden Referenten die Schwerpunkte des Verlags DOM publishers, den Philipp Meuser 2005 gründete. DOM publishers (www.dom-publishers.com) publiziert in Zusammenarbeit mit namhaften Autoren zu zeitgenössischer Architektur, ebenso aber auch Planungshilfen und  Handbücher zu Geschichte und Theorie. Neben den gestalterischen Grundlagen der DOM-Buchreihen gewährten Philipp Meuser und Nicole Wolf Einblicke in die wirtschaftlichen und produktionstechnischen Aspekte ihrer Publikationen.