Infoklasse

Informationsdesign an der UdK Berlin

2. November 2017

Entropy

The first phase of the project was devoted to understand the idea of entropy. It is often misleading and not always correctly used in different fields of knowledge. We are surrounded by the phenomena of the arrow of time. It is something so obvious that one can never ask himself a question: Why is time passing? And why can we see it? Entropy is the only quantity in the physical sciences that seems to imply a particular direction of progress in time, sometimes called »an arrow of time«. As time progresses, the second law of thermodynamics state that the entropy of an isolated system never decreases. Hence, from this perspective, the measurements of entropy are thought of something similar to a clock.

It quickly became clear that the time aspect of entropy and its relationship with the arrow of time will be the focus of the final product.To test the knowledge and make ourselves sure that we understand the topic clearly we conducted a series of experiments. During one day, we left a pile of confetti in the entrance of UdK, free to be damaged and spread all over the corridors by the students passing by. We took a track of the movement of the confetti in and out of the college every two hours, to understand the rapidness and direction of where it spread.


The clear irreversibility in time of this experiment is a good introduction for further understanding of the complexity of entropy and its relation to the arrow of time. It also illustrates the basic meaning of entropy in an understandable and basic way. A focus on the arrow of time followed as we researched about the duality of certain type of actions. Can one action be only repetitive and timesymmetrical, and one linear and asymmetrical? Is there a dichotomy between these two?


The final material consists of a great amount of information, complex theoretical explanations and visual material of playful experiments gathered and published in one publication which is divided in two parts, depending on their approaches: theory and experiment.

Zeitreisen

Die Grundlage für alle modernen Erörterungen der Zeitreise ist Einsteins Relativitätstheorie. Diese verleiht Raum und Zeit eine dynamische Qualität, denn sie beschreibt, wie große Massen die geometrische Beschaffenheit der Raumzeit so verändern können, dass der kürzeste Weg eines Objektes nicht mehr entlang der Raum-Zeit-Oberfläche, sondern durch die Raumzeitkrümmung verläuft. In diesem Spezialfall wäre es möglich, dass zwei verschiedene Bereiche der Raumzeit durch ein sogenanntes Wurmloch miteinander verbunden werden können.
Mittlerweile sind sich die Wissenschaftler darüber einig, dass es nicht nur die uns bekannten drei Dimensionen des Raumes, sondern, inklusive der Zeit, zehn oder elf Dimensionen gibt. Unsere dreidimensionale Welt bildet darin eine Hyperfläche, von der einzelne Teilchen – zumindest theoretisch – in eine fünfte Dimension springen und darin durch die Raumzeitkrümmung vorwärts oder rückwärts durch die Zeit reisen können. Der größte Teilchenbeschleuniger der Welt, der Large Hadron Collider im Kernforschungszentrum CERN, wurde nicht zuletzt gebaut, um diese Teilchen nachzuweisen.

Abseits der von »Wenn« und »Aber« dominierenden Thesen der Wissenschaftler vermischen sich Realität und Fiktion. Die zum Zeitreisen gehörenden Paradoxa und Kausalitätsverletzungen regen nicht nur die Phantasie zahlreicher Sience-Fiction-Autoren an, sondern auch die unserer Gesellschaft. Die These »Zeitreisen ist möglich!« veranlasste uns, in Umfragen und persönlichen Interviews, der Motivation für Zeitreisen auf den Grund zu gehen. Kurzfristige und langfristige Reisen in die eigene Vergangenheit verändern den Anspruch an Zeitreisen. Interessant ist, dass der Großteil der Befragten, das Zeitreisen nutzen würden, um besonders schöne Momente noch einmal erleben zu können und nicht, um an einem bestimmten Zeitpunkt die Vergangenheit zu verändern. Weiterführende Interviews zeigten, dass die Angst vor der Veränderung der Vergangenheit und die damit einhergehenden Auswirkungen auf die Gegenwart so stark ist, dass fiktional unternommene Zeitreisen immer in eine Zeit vor der eigenen Geburt führten. Wie man sich auf eine Zeitreise vorbereitet und welche Gegenstände man dorthin mitnimmt, waren für uns genauso spannend, wie die Frage nach dem Zeitreisen selbst. Die entstandenen Zeichnungen der Zeitreisemöglichkeiten schlugen hierbei wiederum den Bogen zur Physik und boten uns die Möglichkeit Fiktion und Realität – auch gestalterisch – gegenüber zu stellen. Entstanden ist ein wissenschaftlich anmutendes Paper, ergänzt durch ein Lexikon rund ums Zeitreisen, welches allerlei wichtige Begrifflichkeiten enthält.

15. August 2017

Subjektive Zeitwahrnehmung

Die Zeit scheint in manchen Situationen wie im Flug zu vergehen. Es gibt aber auch Umstände, in denen sie schlicht stillzustehen scheint. Das Phänomen der unterschiedlichen Zeitempfinden, der Langeweile und Kurzweile, wollen wir in unserem Projekt untersuchen. Es existieren sowohl innere als auch äußere Einflüsse, die auf das zeitliche Empfinden Einfluss nehmen. Kinder nehmen die Zeit anders wahr als Erwachsene. Die Geschwindigkeit der Reizübertragung der Sinnessysteme ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, ihre Effizienz definiert den individuellen zeitlichen Rhythmus. Der Tag- Nachtrhythmus wiederum gibt die grundsätzliche zeitliche Orientierung vor. Aus einem Gemisch verschiedener Einflüsse entsteht die subjektive Zeitwahrnehmung.

Wir fragen uns also, welche Faktoren in diesem Zusammenhang ausschlaggebend für die Entstehung von Langeweile und Kurzweile sind und untersuchen die subjektive Zeitwahrnehmung in drei Schritten. In einer ersten Versuchsreihe sollen 52 Versuchspersonen, die schalldichte Kopfhörer tragen, eine Minute abschätzen, 52 weitere Personen sollen die Minute abschätzen, während sie Musik hören.

Die gesamte Untersuchung wird in Form eines Buches und eines Films dokumentiert. Das Buch in ist drei Kategorien unterteilt: Auf einen Theorieteil und eine anschließende Beschreibung der Experimente folgen schliesslich Variationen der Visualisierung der Testergebnisse.

 

Der Film beginnt mit einer Animation, die eine Einführung in die Theorie des menschlichen Zeiterlebens gibt. Die darauf folgenden Realaufnahmen, die während der drei Versuchsreihen gemacht wurden, fassen die Ergebnisse zusammen und stellen das deutlich unterschiedliche Zeitempfinden der Probanden unter den jeweiligen Versuchsbedingungen visuell heraus.