Infoklasse

Informationsdesign an der UdK Berlin

11. August 2017

Money in Pop

Ständig geht es um Geld. Bei Geld endet die Freundschaft, Zeit ist Geld und Geld regiert die Welt. Natürlich spielt Geld daher auch eine große Rolle in Film, Musik und Kunst. In der Popkultur wird Geld besonders häufig gewürdigt und beeinflusst unsere Wahrnehmung. 

Von den 1950er Jahren bis heute tauchen einige Motive immer wieder auf, wie zum Beispiel die typische Liebesgeschichte, in der arm und reich aufeinandertreffen, die Gangstergeschichten, in denen für Geld getötet wird oder die zahlreichen Bankraubgeschichten, in denen man mit den Ganoven sympathisiert, ohne Mitleid mit den Bestohlenen zu haben. Mit der Popart beginnt die ikonischen Darstellung von Geld in der Kunst. Ende der 80er Jahren entwickelt sich ein neues Sub­genre im Hip-Hop, das „Bling-Bling“,  bei dem um die fetischartige Zurschaustellung von Geld und Luxus geht – ein Phänomen, das bis heute andauert. All diese ­Motive lassen Rückschlüsse auf unsere Wünsche, Werte und Denkweisen zu oder formen diese sogar.

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Dieses Buch ist eine persönliche Sammlung von filmischen Darstellungen, Songtexten, Zitaten und künstlerischen Positionen zum Thema Geld. Es versucht ein möglichst umfassendes und vollständiges Bild von den Anfängen der Popkultur bis heute zu schaffen. Durch die synchronoptische Darstellung der einzelnen Kategorien mit historischen Ereignissen sollen mögliche Zusammenhänge erkennbar werden. 

Bei der Recherche haben wir Filme, Musik und Kunst ausgewählt, die zu ihrer Entstehungszeit sehr populär waren oder heute Kultstatus besitzen. Aus den Songtexten sind zum Teil nur prägnante Auszüge ausgewählt worden. Die Schriften sind in den jeweiligen Jahrzehnten entstanden. Die Größe und damit die Wichtigkeit der einzelnen Beiträge sind persönlich gewichtet.

4. Mai 2017

Getauscht

Inspiriert von Kyle MacDonald, einem kanadischen Blogger, der es schaffte, eine Büroklammer bis zum Haus zu tauschen, setzten wir uns mit dem Thema »tauschen« auseinander.   Die Ausgangsobjekte unserer Tausch­experimente waren billige Bleistifte, die wir auf unterschiedlichste Art und Weise inszenierten, um ihren Wert zu erhöhen und andere Objekte damit ertauschen zu können.  Uns interessierte dabei, welche Gegenstände wir durch Tausch gegen diese beinahe wertlosen Stifte erhal­ten würden und welche Faktoren das Tauschverhalten be­einflussen.

Teilweise wären unsere Tauschpartner bereit gewesen, bis zu zehn Euro für unseren (aufwendig in Szene gesetzten) Bleistift zu bezahlen. Wir akzeptierten jedoch kein Geld und wollten stattdessen herausfinden, was für Objekte aus ihrem Inventar die Versuchsteilnehmer eintauschen würden.

Inszenierung

Neben den Objekten interessiert uns auch, welche Gründe die Leute dazu bewegen, mit uns zu tauschen und vor allem, wie sich die Reaktion der Leute mit der Präsentationsform verändert. Bekommen wir mehr für einen Bleistift mit einem Zertifikat oder wenn wir eine koreanische Verpackung gestalten und vorgeben, es handle sich um besondere Bleistifte aus Korea? Durch den sich verändernden Experimentaufbau wollen wir möglichst unterschiedliche Tauscherfahrungen sammeln.

17. Februar 2016

– 35.820 €

Über die letzten Jahrzehnte hat sich in unserer Gesellschaft eine Schuldenkultur aufgebaut, die sich über Landesgrenzen und Kulturkreise hinwegsetzt.

Von Staatsschulden über private Schulden bis hin zu ­moralischen Schulden lässt sich dieses Themenfeld auf die einzelnen Personen oder auf die breite Masse anwenden. Das Projekt ist Ergebnis eines subjektiven Selbstversuchs, bei dem eine Auseinandersetzung auf ganz persönlicher Ebene stattfand. Warum und wie schnell verschuldet man sich? Welche Gefühle entstehen, wenn wir Schulden machen? Diese und ähnliche Fragen werden thematisiert. Mit Hilfe von experimentellen Untersuchungen, Umfragen und Interviews entstand eine umfangreiche Datensammlung, die ­einen neuen Blick zu dem Thema Schulden ermöglicht.

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