Infoklasse

Informationsdesign an der UdK Berlin

11. Januar 2018

Unpredictable Complexity

The consequences of every decision we make can be affected by unknown side-effects. Paradoxically, this activities are important to satisfy our human needs, while the unintended incidents are important to enhance our experience. The term risk is burdened by a negative impression, but without taking the chance going to far, we will never find out how far we can go. We can learn from the past to map the future, but we can’t handle the uncertainty. Some type of Rist just exist by nature and are not a generated product of human intended activities. An unexpected side-effect ist not unpredictable because it happened as a coincidence, but as a result of an incomprehensible everlasting casual chain. Risk precludes every form of standardization because of its complex relations which are to a large part unpredictable.

Our interests focuses on the wide spread of every day venture up to global social and natural aspects. We try to find a systematic approach to communicate a casual link between the cause of an activity and its possible effects. Based on particular documents we worked with various categories to give a different view on the topic. We selected different risks out of all categories and tried to achieve at least an impression of the potential severity of the unpredictable effects, the probability of occurrence, the temporary span between cause and effect and an estimate of the irreversibility, while being aware of the fact that we can’t handle the uncertainty that effects all the other parameters. The project reflects a personal point of view on the subject. Our work should be considered as a process of experiments on variation of risk.

Reducing the casual-chain to clear linear connection, results ins a polygon form. The morphing casing of the Risk-Sculpture forms the Line of uncertainty in the crosssection that represents a single risk characterized by its from. The single risk follows the shape of the whole context formed by the entire shape, which on the other hand is defined by the amount of all the other risks at the same time. The complexity is formed by the huge quantity of simplicity.

2. November 2017

U5 Diskursraum

Versteht man die Baustelle der U5 vor dem Roten Rathaus als erhebliches Hindernis im öffentlichen Raum, so ist das erste Ziel unseres Entwurfs, Besucher und Touristen um dieses Hindernis herumzuleiten und darüber zu informieren, wie dieses Hindernis zustande kommt. Die Baustelle beansprucht zudem eine große Fläche öffentlichen Raums, der während der Bauzeit nicht genutzt werden kann. So ist das zweite Ziel unseres Entwurfs Ausgleichsfläche zu schaffen und gleichzeitig Einblicke in die Baustelle zu ermöglichen – aber auch Ausblicke, denn die eigentliche Baustelle ist wesentlich größer als das Bauvorhaben U5. Die ungemein große Freifläche vor dem Roten Rathaus als quasi undefinierter öffentlicher Raum mit bewegter Geschichte bedarf eines Diskurses: vor dem Hintergrund der Vergangenheit des Ortes soll über seine Zukunft gesprochen werden. So ist das dritte Ziel unseres Entwurfs, das Bauprojekt U5 als Anlass zu nehmen, einen solchen Diskurs anzustoßen und dafür vor Ort einen Diskursraum zu schaffen. Der Entwurf besteht aus drei Komponenten: einer (typo)grafischen Bespielung des Bauzauns mit leitender und informierender Beschriftung, einer temporären Stadtmöblierung – direkt am Bauzaun, sowie auf dem Rathausforum und dem Marx-Engels-Forum – und einer temporären interventionshaften „Erweiterung der Baustelle“ mit Plakatwechselvitrinen auf Baugerüsten.

Die Stadtmöbelelemente bestehen aus vier unterschiedlichen Sitz- und Treppenmodulen, einem Geländermodul sowie einem Brüstungs- bzw. Rückwand - Element. Die verschiedenen Module können für jeden Verwendungsort individuell (re)kombiniert werden.

KVS_WiSe1112_U5_Diskursraum-05

Kernelement des Entwurfs ist die Bespielung des Bauzauns mit Leit- und Informationsbeschriftung. Hier geht es in erster Linie darum, Besucher um die Baustelle herumzureiten, um die durch die Baustelle entstandene Beeinträchtigung zu vermindern.

Als dritte Entwurfskomponente ist eine scheinbare Erweiterung der Baustelle vorgesehen. So ist die durchaus reale und sichtbare Baustelle der U5 Teil einer viel größeren, eher unsichtbaren „Baustelle“, nämlich der des sogenannten Rathausforums und des Marx-Engels-Forums. Zur Thematisierung dieser stadthistorischen und städteplanerischen „Baustelle“ von großer gesellschaftlicher und politischer Relevanz sollen an verschiedenen Stellen Plakatwechselvitrinen auf sechs Meter hohe Baugerüste installiert werden. Diese Vitrinen sollen als Trägermedium einer textlichen oder künstlerisch-gestalterischen Auseinandersetzung mit eben dieser „Großbaustelle“ dienen.

 

22. August 2017

HfS Ernst Busch

Die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch zieht um. Derzeit ist sie neben dem Hauptstandort in Berlin Schöneweide noch an drei weiteren Standorten in Berlin Prenzlauer Berg, Wedding und Lichtenberg vertreten. Nach einem Beschluss der Berliner Senatsverwaltung im Juni 2009 soll die Hochschule für Schauspielkunst künftig einen zentralen Standort in der Zinnowitzer Straße in Mitte erhalten. Dort werden alle Studiengänge unter einem Dach vereint sein. Unsere Aufgabe war es, analytisch, konzeptionell und gestalterisch Ansätze für eine grafische Sprache dieses Gebäudes zu entwickeln.

HfS Grotesk

Ausgangslage für dieses Konzept ist die formale und inhaltliche Auseinandersetzung mit der Gebäudearchitektur im Zusammenhang mit dem Charakter der Hochschule. Erstere ist gekennzeichnet durch einen großzügigen Schnitt und starke geometrische Formen. Diese klare Architektur steht im Kontrast zu dem sehr bewegten und wandelbaren Gesicht der Institution. Auf Basis dieser Überlegungen kamen wir zu dem Schluss, dass unser Entwurf sowohl optisch als auch inhaltlich eine Verbindung zwischen »Außen und Innen« herstellen soll.

In ihrer Anwendung funktioniert die HfS Grotesk als eigenständiger Körper im Raum, schmiegt sich an die Wände an, schlängelt sich um die Ecke und verändert aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet ihre Gestalt.

Vorbild – Abbild

Alle Studierenden der Hochschule für Schauspielkunst begegnen in ihrer Studienzeit Vorbildern, mit denen sie sich auseinandersetzen, an denen sie sich, ihre Entwicklung, auch ihre Präsentation orientieren. In einem gewissen Sinne entsteht auf diese Weise das Abbild aus einem Vorbild. Ein Abbild erscheint als Umsetzung, Übersetzung oder gar Abstraktion und entsteht idealerweise in Interpretation eines Vorbildes. So inszeniert der Regisseur etwa ein Literaturstück, nimmt dieses als Vorbild, bringt es als lebendige Aufführung auf eine Bühne und schafft damit ein individuell geprägtes Abbild. Der Schauspieler kreiert aus einer Rolle, einer Textvorgabe einen Charakter, erfüllt sie mit Leben. Auch der Tänzer interpretiert ein Vorbild, indem er Musik in choreografierte Bewegung umsetzt. Es entstehen stets zwei Seiten oder Sichtmöglichkeiten im Spannungsfeld zwischen Vorbild und Abbild, die einen weiten Raum für eigene Interpretationen eröffnen: Sein und Schein, Ernst und Spiel, Wirklichkeit und Inszenierung, Denotat und Konnotat Die Begrifflichkeiten können die Seite wechseln, miteinander verschmelzen und Betrachter in dieser Transformation herausfordern.