Infoklasse

Informationsdesign an der UdK Berlin

8. Februar 2018

Blank

BLANK ist ein Magazin für Unverständnisse. Dem Leser werden Bewegungen erklärt, beziehungsweise das Verständnis über die Gruppe aufgeklärt. So können politische oder religiöse Themen, wie Anhänger von Donald Trump oder den Zeuge Jehovas, oder Jugenbewegungen, wie Punk gedeutet werden.

In der ersten Ausgabe wird die Bewegung um Cloud Rap erläutert. Um die Musiker und ihre Fangemeinschaft zu verstehen, dient Lgoonys Lied „Wasser“ als Untersuchungselement. Der Song stellt in gewisser Weise das Inhaltsverzeichnis vor. Themen und Aufbau des Magazines basieren auf den Lyrics und dem Musikvideo von „Wasser“.

Agitprop

Wann fangen Kunst und Gestaltung an, manipulativ zu sein? Wann werden sie zum Instrument von Propaganda oder sind verantworlich für postfaktische Des/ Information und alternative Fakten?

Für die erste Ausgabe der »agitprop«, begaben wir uns auf diese Recherche: in die Gegenwart, aber auch in die Geschichte. Denn politische Meinungsmache beschränkte sich nie nur auf Reden und Texte. Sie bediente sich auch anderer Medien. Dem Theater, den bildendenden Künsten, der Musik oder dem Design. Die kraftvollen Vehikel von Agitation und Propaganda fasste man in Zeiten Lenins unter das Kunstwort »Agitprop«.

Agitprop kann eine politsiche Bewegung antreiben, verstärken und zum Erfolg verhelfen. Gleichzeitig wird die Methode politischer Agitation, wie bei den Neuen Rechten, auf eklige und perfide Weise missbraucht. Heute würde man das wohl politische Werbung nennen.

Nachdem wir mit Aktivisten und Künstlern sprachen, Journalisten auf die Suche nach den neuen politischen Kunstpraktiken schickten und selbst politische CIs auseinandernahmen, ist unser erstes Fazit, dass (Achtung Spoiler) das Wissen um die Mechanismen von Agitprop zukünftig zur Medienkompetenz gehört. Ein kritischer Blick enttarnt desinformative Gestaltung. Denn optisches Rumgeschummle kann nur wirken, wenn der Rezipient kein affirmativer Konsument ist.

Die erste Ausgabe der »agitprop« soll diesen kritischen Blick schulen und für die politische Relevanz von Kunst und Gestaltung sensibilisieren.

14. Dezember 2017

Hefte zur POST_REALITÄT

Das Magazin „Hefte zur POST_REALITÄT“ portraitiert konstruierte Realitäten. Es versucht einen medientheoretischen Diskurs mit Hilfe von Texte und künstlerische Werken anzustoßen und versammelt verschiedene Positionen und Argumentationen in seinen Ausgaben.

Die leitende Fragestellung beschäftigt sich mit dem Konzept projizierter Wirklichkeiten, die durch visuelle Rezeption erschaffen werden. Welche Spuren hinterlässt visueller Konsum? Werbung, Filme, Photographien, Möbel, Computerspiele, Pornografie. Die mediale Omnipräsenz prägt und verändert unsere Wahrnehmung und erschafft eigene Welten.

Der Erforschung dieser Realitäten widmet sich dieses Format. In jeder Ausgabe soll eine andere Welt portraitiert und analysiert werden.

Das erste Heft behandelt die Welt des Tourismus. Welche konstruierte Kulturen werden von Branche und Touristen erschaffen? Wie hat sich die mediale Präsenz des Reisens verändert und welche Auswirkungen könnte das in Zukunft haben. In welcher Wechselwirkung steht die Werbewelt der Reiseanbieter mit der Realität vor Ort.

Mit Texten u.a. von der Philosophin Susan Neiman und Photographien von Rainer Riedler und Anderen wird versucht dieser Frage nachzugehen.

2. November 2017

Present Perfect

The magazine Present Perfect focused on disinformation through the fastest major
information channels on the internet. It aims to register a current frame of mind
of global issues through the language and memory of the internet in a particular time period. The content of the magazine is made by random internet users as mirror or model of current status about global topics at facebook, twitter, google, instagram.