Infoklasse

Informationsdesign an der UdK Berlin

22. November 2019

McGuffin

Die Publikation „McGuffin: 71 Lost Objects Found in Cinemas“ ist eine Sammlung von verlorenen und vergessenen Gegenständen aus Kinos. Als Hommage an Hitchock’s geprägten Begriff “McGuffin”, wird dem Betrachter anhand von Fotografien, Recherchen und 71 fiktiven Texten einen Zugang zu diesen Objekten ermöglicht. Die fiktiven Geschichten wurden von unterschiedlichen Personen geschrieben, somit ändert sich die Schreibform je nach Autor und Gegenstand. Durch die Texte wird versucht, die Lücke des unbekannten Besitzers zu füllen und den Objekten somit eine neue Bedeutung zu erbringen.

Seductive Theory

In Jaques Rancières „Aufteilung des Sinnlichen“ (2004), wird die philosophische Disziplin der Ästhetik als eine spezifische Ordnung des Identifizierens und des Denkens von Kunst beschrieben (vgl. S.23). Eine bestimmte Art der Identifizierung kumuliert in einem „Identifizierungsregime“, von denen Rancière drei näher beschreibt und den gegenwärtigen Bezug zur Kunst als unter dem „ästhetischen Regime der Künste“ zu betrachen sieht.

„Seductive Theory“ ist, als Produkt einer imaginierten Artifiziellen Intelligenz, die durch eine Neukombination ästhetischer Ansätze selbst eine Ästhetik schreibt, der Versuch, Möglichkeiten für ein Denken außerhalb von „Identifizierungsregimen“, die bisher grundlegend auf einem Korrelationismus zwischen Mensch und Ding basierten, zu imaginieren. Mit einem Rückbezug auf das methodische Vorgehen im Experiment „Die Maschine“ (Georges Perec, 1968) forciert „Seductive Theory“ eine, die Philosophie und die Kunst verschmelzende Bewegung, die von einer Sonderstellung des Menschen als einziges zu schöpferischen und kreativen Handlungen fähigem Wesen Abstand nimmt und die Opposition von Philosophischem und Poetischem verwischt.

29. November 2019

Beweggründe

Die Arbeit „Beweggründe“ beschäftigt sich mit der Thematik Organspende. 2017 hatten nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation die Spendenrate in Deutschland den niedrigsten Stand der letzten 20 Jahre erreicht: Bundesweit wurden nur insgesamt 797 Organspenden durchgeführt. Auf eine Million Einwohner kamen damit ledig­lich 9,7 Spender.

Die Arbeit ist ein Versuch die unterschiedlichen Gründe aufzuzeigen, warum Menschen bei der Entscheidung zur Organspende mit sich hadern und was die gesamte Thematik grundsätzlich zu einem komplexen und für viele Menschen schwierigen Thema macht. Ziel meiner Auseinandersetzung ist es, das Unbehagen aufzuschlüsseln, damit eine offenere und mündigere Diskussion über Organspende in der Gesellschaft geführt und auf diese Weise gezielter und effizienter auf die Bedürfnisse der Menschen eingegangen werden kann. Dies könnte letztendlich zur Weiterentwicklung/Verbesserung der aktuellen Lage beitragen.

Wiederöffnung der UdK Medienhaus Dachterrasse

Warum ist hier nichts? – Das haben wir uns gefragt, als wir vor der wunderschönen Dachterrasse unseres Fakultätsgebäudes der Universität der Künste Berlin standen. Durch unsere Recherche in Archiven und in Gesprächen mit verantwortlichen Personen fanden wir heraus, dass die Dachterrasse ab 1920 zum Malen und Zeichnen im Freien genutzt wurde und nun schon seit über 30 Jahren aufgrund von baulichen Mängeln geschlossen ist. Um die Recherche zugänglich zu machen und Unterstützer*innen für die Wiedereröffnung zu gewinnen, haben wir unser gesammeltes Wissen und Material in einem Exposé zusammengetragen. Schreibt uns gerne für Infos und Ideen: dachterrasse@udk-medienhaus.de

22. November 2019

Loum

Nutzlosigkeit erzeugen, Nutzlosigkeit anwenden: Der Mensch von heute genießt ein absurd hohes Maß an Funktionalität in seinem Alltag. Wir haben gehofft, diesen endlich irritieren zu können und deshalb einen Gegenstand ohne Funktion erfunden: Loum®. Unser Projekt ist eine soziologische Studie, die sich auf den Grenzen von Fiktion, Spiel und Spekulation bewegt. Dieser spekulative Katalog dokumentiert was passiert, wenn funktionalitätsverwöhnte Verbraucher*innen mit Nutzlosigkeit konfrontiert werden.

29. November 2019

80g/m²

Wenn in unserer digitalisierten Gesellschaft Papier als Datenträger in Zukunft ein überflüssiges Produkt sein wird, auf welche 500 neue Arten könnte es „umgenutzt“ werden? Innerhalb von Experimenten haben wir das Papier an seine Grenzen gebracht. Der autoritäre Umgang mit dem Papier spiegelt sich auch im Design wieder. Die Schrift wird so skaliert und verzerrt, bis sie in das Layout-Raster passt. Das Projekt „80g/m²“ thematisiert Freiheiten und Möglichkeiten innerhalb von starren Regeln. Es geht darum innerhalb eines festgelegten Rahmens Ideen zu generieren und dabei neue Perspektiven auf Objekte aufzuzeigen, die wir in unserem Alltag normalerweise nicht in Frage stellen.