Universität der Künste Berlin

Klasse Prof. Skopec, Visuelle Systeme

Erscheinungsbild Weizenbaum-Institut


Das Semesterprojekt war es, ein Erscheinungsbild für das neu gegründete „Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft“ zu entwerfen. Die Arbeit erfolgte in enger Abstimmung mit Prof. Dr. Gesche Joost und anderen Verantwortlichen vom Weizenbaum-Institut selbst. Die Studierenden entwickelten in Gruppenarbeit Vorschläge und stellten diese am Ende des Semesters einer Jury vor. Nach einer intensiven Diskussion entschied man sich für den Entwurf von Judith Holly, der momentan am Weizenbaum Insitut implementiert wird.

Judith Holly 

„Das Weizenbaum-Institut ist ein offenes Haus für die vernetzte Gesellschaft.“ Auf dieser These beruht die Gestaltung meines Erscheinungsbildes. Mein Entwurf plädiert für eine offene demokratische Selbstbestimmung. Informationen werden klar vermittelt und beugen sich keinen repräsentativen Hierarchien. Denn offen heißt zugänglich, so ist auch die Gestaltung ein offenes System für die vernetzte Gesellschaft.

Lunia D’Ambrosio, Catarina Sonnenberg, Roxy Zeiher

Die Bildmarke des Weizenbaum-Instituts setzt sich zusammen aus zwei simplen Elementen, die die komplexe Thematik in sich vereinen: analog– digital, Gesellschaft–Technologie, rund–eckig, kurvig–kantig, organisch–anorganisch. Dieses Gestaltungsprinzip wird auf alle grafischen Elemente des Weizenbaum-Instituts angewandt. Icons, Zahlen und Leitsystem werden somit mit dem selben System gestaltet, wie Visitenkarten, Briefpapier und Website. Das individuelle Gestaltungskonzept verleiht dem Weizenbaum-Institut einen eigenen Charakter und grenzt es stark von herkömmlichen Assoziationen und vorgefertigten Stereotypen, das Internet zu verbildlichen, ab. Das Institut tritt mit einem Alleinstellungsmerkmal auf, welches seine Kernkompetenz verkörpert und diese in den Vordergrund stellt.

Julie Heumüller, Ronja Lang, Elsa Müller, Miriam Schenkirz

Was genau unterscheidet das Weizenbaum-Institut von den anderen Instituten? Die Antwort darauf, dass es sich hierbei um ein Ort handelt, an dem unterschiedliche Wissenschaften/Disziplinen zusammen kommen und gemeinsam forschen, haben wir uns zum Leitfaden unseres Projektes gemacht. Deshalb greift unsere Wort-Bild-Marke diese Interdisziplinarität auf. Ein stabiles, aber dennoch jederzeit flexibles Gerüst, was vor allem durch die dicke Linie definiert wird, die den Buchstaben W formt, bildet den sogenannten Forschungskörper. Er steht für Kreativität, Innovation und Fortschritt. Das W, das für das Institut steht, ist Dreh- und Angelpunkt. Ebenso wie das schnelllebige Forschungsfeld der Digitalisierung, positioniert sich auch das W immer wieder neu und formt dadurch die unterschiedlichen Gestalten des Forschungskörpers. Für das restliche Erscheinungsbild haben wir uns vor allem von der Philosophie Joseph Weizenbaums inspirieren lassen und somit mit Kontrasten in der Gestaltung gearbeitet.